Energie & Umwelt

Geophysiker warnen vor Mega-Beben in Chile und Bolivien

Ein internationales Team von Geophysikern hat das Starkbeben-Risiko in den Anden neu analysiert und berechnet. Demnach könnte die Andenregion von Bolivien mit den angrenzenden Regionen in Peru, Chile und Argentinien das Risiko von einem über 30-mal stärkeren Erdbeben erschüttert werden als bislang angenommen. In der Region scheint ein Beben von einer Stärke von bis zu 8,9 möglich – bislang war man von bis zu 7,5 ausgegangen (das stärkste je registrierte Erdbeben ereignete sich 1960 vor der Küste Chiles mit einer stärke von 9,5). Das katastrophale Beben in Japan Anfang März hatte etwa die gleiche Stärke. In dieser gefährdeten Region liegen auch die weltweit größten Vorkommen an Kupfer und Lithium. Die Messungen ergaben, dass die Subduktion – also das Abtauchen der pazifischen Platte unter die südamerikanische – im küstennahen Bereich mit etwa 63 Millimeter pro Jahr stattfindet. An der Ostflanke dieses Plateaus rund 500 Kilometer landeinwärts  nimmt diese Geschwindigkeit jedoch auf etwa zwei Millimeter pro Jahr ab. Diese große Diskrepanz verdeutlicht den kontinuierlichen Spannungsaufbau im Untergrund, der sich dann in starken Erdbeben entladen kann. Die Bebenzonen in der Himalaya-Region zeigen ähnliche Geschwindigkeiten.
 

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