Energie & Umwelt

Gewinnbeteiligung: Weltgrößte Kupfermine steht wegen Streik still

Die weltgrößte Kupfermine Escondida liegt 170 Kilometer südöstlich der chilenischen Hafenstadt Antofagasta in über 3.000 Meter Höhe in Mitten der Atacama-Wüste, einem der trockensten Gebiete der Welt. 2007 wurden hier fast 1,5 Millionen Tonnen Kupfer gefördert, das entspricht nahezu einem Zehntel der Weltproduktion. In Folge eines vierjährigen Explorationsprogramms des Betreibers BHP Billiton Ltd. haben sich die Reserven um die Escondida-Mine kürzlich sogar noch um 129% erhöht. Die Führungsrolle der Mine als weltweit größte Kupfermine sei damit auf Jahrzehnte gesichert. Allerdings sank die Kupferproduktion der Mine vor allem infolge eines geringeren Kupfergehalts im Erz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 (Juli bis Juni) um 8%.

Weit folgenschwerer erweist sich nun ein Streik unter den Minenarbeitern. Die 2.300 Arbeiter fordern unter anderem eine bessere Umsatzbeteiligung. Seit rund einer Woche muss die Mine bereits ihre Lieferungen bis auf weiteres einstellen. Die täglichen Kosten für den Betreiber belaufen sich auf 21 Millionen Euro.

Chile ist mit einer Jahresproduktion von rund 5,6 Millionen Tonnen der größte Kupferproduzent der Welt. Die Preise des Metalls haben in den letzten Jahren stark zugelegt (von rund 2.000 Dollar die Tonne 2004, über 6.000-8.000 Dollar 2006-2008, 3.000 Dollar im Krisenjahr 2009 auf nun beinahe 10.000 Dollar). Die Arbeiter fordern daher eine höhere Beteiligung an den stark gestiegenen Gewinnen. So waren auch erst Anfang des Monats Arbeiter beim weltgrößten Kupferlieferanten Codelco in Chile in den Streik getreten.

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