Panorama

GEZ plant Zusammenarbeit mit Google

Ab 2013 gilt eine neue Grundpauschale der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender. Mit dieser wird pro Haushalt und pro Monat ein fester Satz gezahlt. Wer bisher angab keine empfangsfähigen Geräte zu besitzen, musste nicht zahlen. Das wird sich dann ändern, schwarzsehen wird fast unmöglich. Dennoch ist die GEZ nicht zufrieden: „Es gibt viel zu viele Menschen in Deutschland, die ihren Wohnsitz nicht angemeldet haben. Da ist es schwierig für uns Gebühren zu erheben, wenn wir nicht wissen, an welche Adresse wir die Rechnung schicken müssen.“, so ein GEZ-Sprecher.

Daher strebt die Zentrale nun eine Kooperation mit Google an. Die Datensätze der Einwohnermeldeämter werden mit der Google-Software Street View verknüpft. Diese Verknüpfungen können durch die Google-eigenen Satelliten überprüft werden. Zu diesem Zweck rüstet Google momentan auf: „Aktuell sind wir bemüht unsere 17 Satelliten mit Wärmesensoren auszustatten.“, sagt ein Google-Mitarbeiter. Mit diesen Sensoren können die Daten der Meldeämter bequem vom All aus überprüft werden. Und in den Wohnungen, wo eigentlich niemand leben sollte, kann ganz einfach durch die Einbeziehung der biometrischen Daten der Personalausweise und Krankenkassenkarten herausgefunden werden, wer sich da seiner Gebührenpflicht entziehen will: „So gibt es faktisch keine Möglichkeit mehr, sich um die Gebühren zu drücken. Zudem können wir feststellen, wo sich Obdachlose primär aufhalten und diese dann ebenfalls mit einbeziehen. Schließlich soll die Gebührenordnung ja gerecht sein.“, wird ein leitender Angestellter der GEZ-Detektei zitiert.

Auf die Kritik von Datenschützern verwies Google auf seine geänderten Nutzungsbedingungen.

(sm)

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