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Google greift Amazon in dessen Kerngeschäft an

Der US-Internetkonzern Google plant offenbar, dem weltgrößten Onlinehändler Amazon in dessen Kerngeschäft Konkurrenz zu machen. Google führe Gespräche mit großen Einzelhändlern, um gemeinsam einen schnellen Lieferservice aufzubauen. Mehrere namenhafte Einzelhändler, darunter die US-Kaufhauskette Macy’s, die Modekette Gap und der Büroartikel-Händler OfficeMax hätten bereits Interesse an dem geplanten Projekt geäußert. Der Lieferservice soll den Kunden die im Internet bestellten Waren gegen eine geringe Gebühr nach Hause zustellen.

Google sei dabei von dem Erfolg von Amazons Lieferservice „Prime“ inspiriert worden. Dabei erhaöten Amazon-Kunden gegen eine einmalige Jahresgebühr von 29 Euro in Deutschland oder 79 Dollar in den USA eine schnelle und bevorzugte Lieferung ohne Mindestbestellwert. Viele Prime-Kunden umgehen seither die Google-Suche und suchen ihre Artikel nur noch direkt bei Amazon.

Googles Lieferservice soll nun offenbar auf der vorhandenen Produktsuche aufbauen. Wenn der Nutzer auf diese Weise den gewünschten Artikel gefunden hat, soll ihm künftig bei der Bestellung der neue schnelle Lieferservice angeboten werden. Als Modellregion ist San Franzisco vorgesehen.

Google erwirtschaftete im dritten Quartal 2011 einen Umsatz von 9,7 Milliarden Dollar – davon entfallen 96% auf Einnahmen aus dem Werbegeschäft. Als Gewinn blieben 2,7 Milliarden Dollar hängen, ein Plus von 26% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Marge beträgt damit 28%. Die Barreserven des Konzern stiegen unterdessen auf 42,6 Milliarden Dollar an.

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