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Google, Wikipedia, WordPress und Co. auf dem Höhepunkt des Protestes gegen SOPA

Die Proteste gegen die geplanten US-Gesetze zur Kontrolle des Internets erreichen gegenwärtig ihren Höhepunkt. In einer Welle der Web-Solidarität positionierten sich mehrere Internetriesen, darunter Wikipedia, WordPress, Google oder der Netzwelt-Blog "Boing Boing“ gegen die in den USA angestrebten Gesetzesvorhaben „Stop Online Piracy Act“ (SOPA) des US-Repräsentantenhauses und „PROTECTIP“ (PIPA) des US-Senats.
Die englischsprachige Ausgabe des Internet-Lexikons Wikipedia wurde für 24 Stunden vom Netz genommen, die Seite des Bloganbieters WordPress ist mit Zensurschildern übersät und Google USA verlinkt auf eine Protest-Petition.
Momentan liegen beide Entwürfe zwar mehr oder weniger auf Eis,dennoch ist ein Inkrafttreten nicht auszuschließen. Die Kritiker werfen den verantwortlichen US-Politikern vor, Maßnahmen zur Errichtung einer Netz-Zensur einzuleiten und damit die freiheitliche Struktur des Internets zu zerstören.

Sollten die Gesetzesvorhaben in ihrem aktuellen Status verabschiedet, würde es unter anderem dem US-Generalstaatsanwalt die Befugnisse einräumen, Suchmaschinen zur Entfernung von rechtswidrigen Inhalten zu zwingen und Webseiten außerhalb der USA zu blockieren. Des Weiteren müssten Geschäftskontakte mit Seiten dieser Art innerhalb von fünf Tagen abgebrochen werden und Ermittler der Regierung sind ermächtigt, ganze Domains zu beschlagnahmen. Der bloße Verdacht, dass eine Webseite Urheberrechte verletzt oder dessen Verletzung unterstützt, würde zur Einleitung dieser Maßnahmen ausreichen.
(sm)
 

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