Griechenland will Desertec ausstechen – riesige Solarparks sollen für die EU Strom produzieren und die Schulden abbauen

Apr 3 2012 • Energie & UmweltKeine Kommentare

Der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos will auf großen Brachflächen in Nordgriechenland, auf denen früher Braunkohle abgebaut wurde, riesige Solarparks errichten. Der Strom soll dann in der Größenordnung mehrerer Atomkraftwerke in die EU exportiert werden. Neben dem Beschäftigungseffekt sollen die Gewinne der Investitionen dann die Schulden des Landes abbauen. Papademos bei der Vorstellung des Solarenergieprogramms „Helios“ (Sonne) in Athen am Dienstag: „Wir können der größte Exporteur sauberer Energie in der EU werden.“

EU-Energiekommissar Günther Oettinger begrüßt die Initiative: „Helios ist eine Riesen-Chance für Griechenland und andere EU-Länder. Für Griechenland, weil es Jobs und Wachstum bringen wird. Für die mittel- und nordeuropäischen Länder, weil sie Solarenergie kostengünstig importieren können.“ In der Region gibt es im Schnitt jährlich mehr als 300 Sonnentage. Den Plänen nach sollen in den nächsten Jahren 2 GW Leistung errichtet werden. Das Ziel sind dann 10 GW innerhalb von rund zehn Jahren. Das griechische Solarenergieprogramm könne demnach deutlich schneller und kostengünstiger umgesetzt werden als das Projekt „Desertec“ in Nordafrika, das Wüstenstrom nach Europa leiten soll.
(mb)

 


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