Wirtschaft

Griechenland will Streckung der Rückzahlung

In der gegenwärtigen kontroversen Diskussion um die Chancen und Risiken eines griechischen Schuldenschnitts will Athen nun einen dritten Weg einschlagen: Mehr Zeit für die Rückzahlung und günstigere Konditionen – also niedrigere Tilgungsraten und niedrigere Zinses. Die Schulden soll dann aber zur Gänze bedient werden. Damit will sich Griechenland mehr Zeit in der Schuldenkrise erkaufen. Der Vorschlag von Finanzminister Giorgos Papaconstantinou bezieht sich zunächst auf die 110 Milliarden Euro schweren Hilfskredite der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF): „Es wäre besser, wenn wir die Rückzahlung der 110 Mrd. Euro verlängern, die wir von unseren Partnern bekommen haben. Auf diese Weise könnten wir unsere anderen Zahlungsverpflichtungen erfüllen.“ Natürlich bietet sich das analog auch für die Schulden an private Investoren an. Anstatt per Schuldenschnitt auf einen Teil der Forderungen zu verzichten, ließen sich auch hier veränderte Rückzahlungsmodalitäten vereinbaren, die dann jedoch die volle Summe umfassen. Die gesamten Außenstände  Griechenlands summieren sich auf 340 Milliarden Euro. Papaconstantinou wartete indes auch mit einem optimistischen Ausblick auf: Die Vorzeichen für die griechische Wirtschaft dürften sich in der zweiten Jahreshälfte und im kommenden Jahr von Rezession auf Wachstum drehen. Papaconstantinou: „Wir befinden uns in der Mitte des Tunnels.“
 

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