Wirtschaft

Griechische Steuerflüchtlinge haben 200 Mrd. in die Schweiz gebracht

Während der griechische Staat ums finanzielle Überleben kämpft, hat laut der Neuen Züricher Zeitung die griechische Oberschicht seit Beginn der Schuldenkrise Anfang 2010 rund 200 Milliarden Euro in die Schweiz gebracht, um ihr Vermögen dem Zugriff des Fiskus zu entziehen. Griechenland verhandelt daher nun mit der Schweiz ein Steuerabkommen. Mit einem Ergebnis, ob konkrete Verhandlungen aufgenommen werden, wird in den nächsten Wochen gerechnet. Vorlage sollen dabei die Steuerabkommen sein, die die Schweiz vor wenigen Wochen mit Deutschland und Großbritannien unterzeichnet hat. Unterstützung kommt auch seitens der EU, die die Möglichkeit einer zusätzlichen Einnahmequelle für Griechenland begrüßt.

Steuerhinterziehung gilt in Griechenland bislang als „Volkssport“. Allein im laufenden Jahr dürften rund 30 Milliarden Euro an Steuern nicht bezahlt werden. Die britische „Guardian“ geht davon aus, dass 20 Prozent der Griechen unterhalb der Armutsgrenze leben und weitere 20 Prozent mehr als 100.000 Euro jährlich verdienen – aber 90 Prozent der Griechen erklären dem Finanzamt, dass sie jährlich weniger als 30.000 Euro verdienen. Premierminister Papandreou: „Niemand glaubt, dass nur 15.000 Griechen mehr als 100.000 Euro im Jahr verdienen.“
 

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