Wirtschaft

Großbanken wollen an harten Sparmaßnahmen genesen

Das größte Kreditinstitut der USA, die Bank of America, versucht sich mit extremem Sparmaßnahmen über Wasser zu halten. Die Bank wurde besonders schwer von dem Platzen der Immobilienblase in Amerika getroffen und die Nachwirkungen sind immer noch spürbar.

Im zweiten Quartal diesen Jahres musste sie einen Rekordverlust von 9,1 Milliarden Dollar hinnehmen. Jetzt wird der Rotstift angesetzt. Noch im dritten Quartal sollen 3.500 Angestellte entlassen werden. Über einen längeren Zeitraum will die angeschlagene Bank 10.000 Stellen streichen, was 3,5% der gesamten Mitarbeiterzahl ausmacht. Insgesamt will Vorstandschef Brian Moynihan die Ausgaben in jedem Quartal um 1,5 Milliarden Dollar reduzieren. Auch die Ausgabe von neuen Aktien, um neues Kapital zu beschaffen, sei nicht mehr auszuschließen. Dies ist ein Indikator dafür, wie sehr die Bank mit seinen Verlusten und angestiegenen Eigenkapitalanforderungen zu kämpfen hat.

Großbanken weltweit sehen sich wegen schrumpfender Rentabilität zum Handeln gezwungen. Die britische HSBC will 30.000 Stellen weltweit bis 2013 streichen und peilt, wie die Bank of America, Einsparungen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar an. Die US-Finanzdienstleister Goldman Sachs und Wells Fargo sowie die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse haben ähnliche Sparprogramme angekündigt oder in Aussicht gestellt. Die schwache und unsichere Lage der amerikanischen Wirtschaft macht den Banken weiter zu schaffen. Vergleichbare Maßnahmen sind bei deutschen Großbanken noch nicht in Sicht.

 

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