Energie & Umwelt

Großhandelspreis für Strom seit Mitte 2008 von 9 auf 5 Cent gefallen

Durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sind die Netzbetreiber verpflichtet, Strom aus regenerativen Quellen zu festgelegten Konditionen abzunehmen. Zum Jahreswechsel wurde nun die EEG-Umlage um 1,5 Cent je Kilowattstunde erhöht und von den meisten Versorgern an die Verbraucher weitergereicht. Durch den zügigen Ausbau der EE hat sich jedoch die verfügbare Strommenge gleichzeitig soweit erhöht, dass der Großhandelspreis an der Leipziger Energiebörse EEX von noch 9 Cent im Sommer 2008 mittlerweile auf rund 5 Cent gefallen ist. Das zusätzliche Angebot drückt also die Großhandelspreise und senkt somit die Einkaufskosten. In die Gesamtkalkulation müsste dies eigentlich genauso einfließen wie gegenteilig die Erhöhung der Umlage für die Erneuerbaren. Bundeswirtschaftsminister Brüderle hat dementsprechend erneut Kunden und auch die Kartellbehörde zum Handeln aufgerufen, um den Anstieg der Strompreise zu begrenzen: Die Stromkunden würden nicht ausreichend von ihren Möglichkeiten Gebrauch machen, den Markt durch das Wechseln zu günstigeren Anbietern zu beeinflussen. Doch auch beim Bundeskartellamt sieht der Minister Handlungsbedarf. Die Kartellbehörde müsse laut Brüderle die Stromanbieter bei der Gestaltung der Strompreise stärker im Auge behalten. Dazu soll eine Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt eingerichtet werden.

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