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Grün, grün, grün sind alle meine Ziele?

Ich habe meine Ziele vor Augen, die Ampel ist grün, und möchten am liebsten gleich lospreschen – aber vorher sollte man die Realität im Auge behalten! Wie im Straßenverkehr lohnt es sich, vor dem Kavalierstart nach rechts und nach links zu blicken, sonst droht ein jähes Ende der Fahrt. Meine Ziele rücken dann in unerreichbare Ferne, weil man erstmal mit Reperaturarbeiten beschäftigt ist. Deshalb rät Kommunikationsexperte und Businesscoach Manuel Stöbel in seiner Themenserie “Ihr guter Ton” dazu, es langsam anzugehen.

 

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Auch wenn die Ampel grün zeigt: Wenn ich meine Ziele erreichen will, sollte ich die Verkehrslage im Auge behalten. (Bild: Dominik Pöpping / pixelio.de)

Wie ich meine Ziele ohne Unfall erreichen

Der Titel klingt wie das alte Volkslied „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“ und man könnte ihn sogar auf dessen Melodie singen. Aber um den guten Ton unseres Outfits geht es hier weniger. Es geht vielmehr um den Stress, den ich mir mache, um meine Ziele zu erreichen und darum, keinen Auffahrunfall zu verursachen!

Wir rennen um unser Leben

Wenn ich täglich meine Ziele erreichen will, beginnen viele Menschen zu rennen, als ob der Leibhaftige hinter ihnen her wäre. Sie pressen den Hintern zusammen, legen die Stirn in Falten und ziehen die Schultern so hoch, dass man die Ohren nicht mehr sieht.

Zumindest steht ihnen der Leibhaftige ins Gesicht geschrieben… Nur: dem Ziel wirklich entgegenlaufen können wir so verkrampft natürlich nicht. Wir schaden uns selbst und erreichen unser Ziel, wenn überhaupt, verspätet, erschöpft und ausgebrannt. Fazit: wir versuchen, unsere Zielampel auf Grün zu zwingen und stellen sie mit unserem gestressten Verhalten aber eigentlich auf Knallrot.

Ziele setzen heißt nicht, sie zu direkt erfüllen

Wenn Sie Autofahrer sind und an eine Kreuzung kommen, an der Ihr Ziel ist, rechts abzubiegen, dann könnte es fatal sein, das Gas direkt voll durchzutreten. Sie sollten vorher die Realität abklären und auf den Verkehr achten. Selbst wenn die Straße frei ist, schauen sie vorher. Dann können Sie auch mit Vollgas losdonnern! Manchmal brauchen auch kleine Ziele wie das Abbiegen Zeit und können nicht direkt erfüllt werden.

Aber in unserem persönlich-beruflichen Zielverhalten handeln wir oft genug realitätsfremd und schauen weder nach rechts noch nach links. Wir lassen vielleicht noch beim Kavalierstart die Reifen selbstbewusst quietschen – und wundern uns dann, wenn die Realität uns mit einem Auffahrunfall bremst, weil die Ampel eigentlich auf Rot steht. Dann dröhnt es im Kopf noch: „Rot, rot, rot sind alle meine Ziele…“

Nehmen Sie die Realität, wie sie ist

Bevor Sie sich auf das nächste Ziel zu bewegen, nehmen sie sich Zeit, um sich zu orientieren. Klar, das kennen wir alle! Vollziehen Sie dazu den Schritt, die Realität zu scannen. Und noch mehr: Akzeptieren Sie die Realität, wie Sie ist. Wenn Sie möchten, fahren Sie querfeldein („Warum es sinnlos ist, auf die grüne Ampel zu warten“), aber gönnen Sie sich und Ihrer Umwelt, Ihrem Unternehmen und Ihrer Gesundheit die Zeit, die Realität zu sehen und zu akzeptieren. Dann ist die Chance höher, dass Sie auch die Realität erkennen, wenn es wirklich heißt: Grün, grün, grün sind alle meine Ziele.

 

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Unterstützen Sie das Business Ihres Unternehmens durch wertschöpfende Kommunikation (Foto: © Manuel Stöbel)

Über Manuel Stöbel

Manuel Stöbel ist der gute Ton Ihres Unternehmens. Die signifikanten Ergebnisse seines Engagements sind wertschöpfende Kommunikation für Branding, Leadership, Softskills und Personality. Sein persönlicher Background, die Opernbühne und zwei Jahrzehnte Trainingserfahrung lassen bekannte Themen in neuen Blickwinkeln deutlich werden und schaffen stets eine Atmosphäre kreativer Effizienz.

Mehr über Manuel Stöbel finden Sie in seinem AGITANO-Expertenprofil und im Internet unter www.manuel-stoebel.de.

 

Lesen Sie auch die vorangegangenen Beiträge zur Themenserie “Ihr guter Ton”:

Warum es sinnlos ist, auf die grüne Ampel zu warten

Ampel des Lebens: Bei Rot stopp, bei Grün go!

Der schlechte gute Ton

Katja Heumader

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