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Immer mehr Gründer finanzieren ihr Start-Up via Bürgschaft

„Land der Ideen“ heißt eine der bekanntesten Standortinitiativen, durchgeführt von der Bundesregierung zusammen mit Partnern aus der deutschen Industrie. Und an Ideen mangelt es in Deutschland wahrlich nicht. Doch oft scheitert ihre Umsetzung an der Finanzierung, weil insbesondere Start-ups gegenüber Banken und Sparkassen keine Sicherheiten vorweisen können. Eine Alternative, die sich unter Gründern, aber auch kleinen und mittleren Unternehmen steigender Beliebtheit erfreut, stellen Bürgschaftsbanken dar.

1,2 Milliarden Euro Unterstützung

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Finanzierungssituation für Gründer und KMU in 2013: So gut wie lange nicht (Bild: Meyhome / pixelio.de).

Denn sie treten genau dann als zusätzlicher Sicherungsgeber gegenüber Kredithäusern ein, wenn der potenzielle Kreditnehmer keine üblichen Sicherheiten vorzuweisen hat, so beschreibt Lothar Galonska, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen GmbH, die Aufgabe seines Unternehmens. Derart gestaltete Förderinstitute finden sich in jedem Bundesland.

Und sie werden zunehmend beliebter. So wurden, Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zufolge, im vergangenen Kalenderjahr Gründerinnen und Gründer sowie KMU mit Bürgschaften und Garantien über knapp 1,2 Milliarden Euro bei ihrer Finanzierung unterstützt. Das ist ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber 2012. Insgesamt konnten die Unternehmen Kredite und auf diese Weise Beteiligungen über rund 1,7 Milliarden Euro aufnehmen – ein Plus von 4,1 Prozent.

Finanzierungssituation so gute wie lange nicht


Zudem stieg das verbürgten Kredit- und Beteiligungsvolumens für Gründer um 15 Prozent auf 567 Millionen Euro (2012: 495 Millionen Euro). Dr. Stefan Papirow, Vorsitzender des Verbands Deutscher Bürgschaftsbanken e.V., kommentierte die jüngst veröffentlichten Zahlen wie folgt: „Die Entwicklung der Bürgschaftsbanken ist stabil. Die Finanzierungssituation für KMU war 2013 zwar so gut wie lange nicht mehr. Aber es gibt bestimmte Segmente, in denen Unternehmen ohne zusätzliche Sicherheiten keine Finanzierung bekommen. Dazu gehört der Gründungsbereich. Wir haben 2013 insgesamt mehr Existenzgründungen mit wesentlich höheren Bürgschaften und Garantien gefördert als im Vorjahr, obwohl bundesweit weniger gegründet wurde.“

Nicht zuletzt deshalb erwarten die Bürgschaftsbanken auch für 2014 eine starke Nachfrage. Abzuwarten bleibt, wie sich die Finanzierungsmöglichkeiten der kleinen und mittelgroßen Unternehmen in Deutschland entwickeln wird. Auch in den Neuen Bundesländern, wo die Eigenkapitalquote oft noch sehr dünn ist.

(cs / BMWI)

Christoph Schroeder

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