Deutschland

Gründungszahlen: München und Frankfurt an der Spitze

NUI ist ein Akronym und steht für neue unternehmerische Initiativen. Seit 15 Jahren stellen Wissenschaftler des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn NUIs in den 402 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands ins Verhältnis zur erwerbsfähigen Wohnbevölkerung der Region. Aufgrund dieses NUI-Indikators errechnen sie den jeweiligen NUI-Rang. Im vergangenen Jahr lagen die Großräume Frankfurt und München an der Spitze.

Gründungszahlen: Welche Regionen sind besonders beliebt?

Laut NUI-Regionenranking gingen zwar in Offenbach erstmals seit 2006 die Anmeldezahlen zurück, dennoch behauptete die hessische Stadt nahe Frankfurt am Main weiterhin den Spitzenplatz. Auf den Rängen 2 und 3 folgten der Landkreis München und die Stadt Frankfurt am Main.

Insgesamt sind zehn Kreise und kreisfreie Städte aus Bayern, sieben aus Hessen, je eine Stadt aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie die Bundeshauptstadt Berlin unter den TOP-20 des NUI-Regionenrankings zu finden. Am Ende der NUI-Skala stehen sieben Kreise in Sachsen-Anhalt, sechs in Thüringen und fünf in Brandenburg.

Auch für 2012 ein leichter Rückgang zu verzeichnen

Bereits seit mehreren Jahren beobachten die IfM-Wissenschaftler einen Rückgang der Existenzgründungszahlen. Auch der NUI-Indikator 2012 für die 402 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands lag im Durchschnitt um zwölf Punkte niedriger als 2011.

Als Stütze des gewerblichen Gründungsgeschehens erweisen sich die ausländischen Gründer: Ihre Zahl ist seit 2005 nahezu durchgängig gestiegen. Selbst im Jahr 2012 war bei den ausländischen Gründern lediglich ein Rückgang um 0,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2011 zu beobachten. Die Zahl der deutschen Gründer hat sich hingegen in diesem Zeitraum um über ein Fünftel (20,8 Prozent) reduziert.

(cs mit Informationsmaterial des Instituts für Mittelstandsforschung, IfM Bonn)


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Weiterführender Link zum Thema:

Das NUI-Regionenranking sowie eine Hintergrundinformation zum Gründungsverhalten ausländischer und deutscher Bürger sind auf der Homepage des Instituts für Mittelstandsforschung (www.IfM-bonn.org) abrufbar.

Christoph Schroeder

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