Energie & Umwelt

Grüne Welle: Mit Schiffen zu günstiger Wellenkraft

Die Nutzung von den Gezeiten und Wellen zur Stromerzeugung ist ein Bereich der grünen Energie, bei dem noch viel Ausbaupotential besteht. Entsprechend geht die Entwicklung weiter voran. Erst letzte Woche wurde das erste kommerzielle Wellenkraftwerk in Spanien in Betrieb genommen. Jetzt hat Andre Sharon, Professor für Maschinenwesen an der Boston University und Geschäftsführer des Fraunhofer Center for Manufacturing Innovation, diese Woche auf der Clean Technology 2011 Konferenz ein Konzept vorgeschlagen, bei der Schiffe als mobile Wellenkraftwerke fungieren sollen um Ökostrom zu erzeugen. Die Schiffe wären in der Lage, Bereiche mit günstigen Seegang anzufahren und so die Stromerzeugung, im Gegensatz zu stationären Kraftwerken, dem aktuellen Wellengang anzupassen. Die Wissenschaftler sehen ein Konzept vor, bei dem das Schiff 20 Stunden auf See ist und dabei bis zu 20 Megawattstunden Energie speichert bevor es in den Hafen zurückkehrt. Dadurch könnte der Strom aktiv bei Verbrauchsspitzen ins Netz eingespeist werden. Die Kosten pro Kilowattstunde sollen sich auf 15 US-Cent belaufen, womit das Konzept absolut konkurrenzfähig wäre, so die Forscher. Im Vergleich dazu bewertet das britische Energy Technologies Institute die Kosten für heutige Wellenkraftwerke als doppelt so hoch. Die kosten für Solarstrom werden im Moment auf 15 bis 30 US-Cent pro Kilowattstunde geschätzt.

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