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Grundlagen für eine erfolgreiche Konkurrenzanalyse

Mann untersucht mit einer Lupe Text in einem Buch, Metapher für eine sorgfältige Konkurrenzanalyse

Eine sorgfältige Konkurrenzanalyse entscheidet über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Im folgenden Beitrag verraten wir, was hierfür die unbedingt notwendigen Basics sind, aber auch, was Sie tunlichst vermeiden sollten.

Erfolgreiche Konkurrenzanalyse heißt genaue Marktanalyse

Die Konkurrenzanalyse ist ein ideales Instrument, um Mitbewerber zu erkennen und zu überlisten. Vorausgesetzt man weiß, wie es geht. Eine der wichtigsten Grundlagen hierfür ist, den zweiten oder dritten Schritt niemals vor dem ersten zu machen. Bei diesem handelt es sich um die Marktanalyse. Dazu gehört:

  • Die genaue Definition Ihrer Branche, Ihres Produktportfolios und – damit verbunden – die für Sie relevanten Zielgruppen und Märkte.
  • Die Auflistung der Risiken und Potenziale. Wo gibt es Nischen, die sich füllen lassen? Aber auch: Wo ist die Konkurrenz gerade besser aufgestellt?

Solche Informationen sind Basis für eine erfolgreiche konkurrenzanalyse. Die gute Nachricht ist, dass sich an diese leichter herankommen lässt, als gemeinhin vermutet wird. Gute Quellen sind:

  • Branchenverzeichnisse, wie zum Beispiel die Gelben Seiten
  • Informationsportale, wie zum Beispiel Statista
  • Branchenverbände, wie zum Beispiel die regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK)
  • branchenspezifische Fachzeitschriften und Internetportale, wie zum Beispiel „Capital“ oder finanzen.net
  • die Hompages jener Firmen, in deren Branche man Fuß fassen oder expandieren möchte

Konkurrenz analysieren heißt nicht Konkurrenz nachahmen

Selbstverständlich gehört zu einer guten Konkurrenzanalyse, dass man das Verhalten der Mibewerber genau ansieht. Was passiert, wenn man genau das unterlässt, bekam ein, ansonsten recht erfolgreicher Vertreter seiner Zunft, leidvoll zu spüren.

Der Kaffeeriese Starbucks suchte Anfang des 21. Jahrhunderts sein Glück auf dem australischen Markt. Das Ergebnis: nach anfangs gutem Start schlossen 60 Filialen ihr Geschäft. Verluste in Höhe von über 140 Millionen US-Dollar waren die Folge. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung war die Tatsache, dass Starbucks das Verhalten seiner Konkurrenten nicht analysierte. McDonald’s (McCafé) mit einem vergleichsweise niedrigem Preis auf. Zudem hatte sich der Fast-Food-Riese an die lokalen Vorlieben ihrer Kundschaft angepasst. Mehr zum grandiosen Scheitern von Starbucks kann man übrigens in folgender Slideshare nachlesen.

Wichtig: Bei einer Konurrenzanalyse geht es nicht darum, die Mitbewerber und deren Verhalten einfach nachzuahmen. Viel mehr geht es darum zu untersuchen, welche Bedürfnisse der in Frage kommenden Zielgruppe von der Konkurrenz nicht oder nur unzureichend befriedigt werden. Nur so findet man sein Alleinstellungsmerkmal und gibt somit dem Kunden die Antwort auf folgende Frage: Warum soll ich zu Ihnen kommen? Kunden, die Starbucks aufsuchen – um beim oben genannten Beispiel zu bleiben –, machen das, weil sie dort Kaffeevariationen erhalten, die sie in einem McCafé niemals zu Gesicht bekommen würden.

 

Christoph Schroeder

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