Niedersachsen

Grundsteinlegung für Forschungsneubau an der Leibniz Universität Hannover: Testzentrum beflügelt Forschung der Offshore-Windenergie

Grundstein für das neue Testzentrum für Tragstrukturen in Hannover gelegt. In diesem Neubau sollen Experten künftig die Belastbarkeit der Tragstrukturen und das Verhalten von Offshore-Windkraftanlagen erforschen.

„Wir bauen die niedersächsischen Stärken in der Energieforschung gezielt aus. Das neue Testzentrum wird einen entscheidenden Beitrag zur besseren Nutzung der Windenergie leisten. Es wird mit dazu beitragen, dass die Energiewende gelingt“, sagte Ministerpräsident David McAllister und betonte: „Die Forschungshalle wird es den Wissenschaftlern ermöglichen, die Auswirkungen von Wind, Wasser und Sand an den Offshore-Anlagen zu berechnen.“

Das rund 20 Meter hohe Forschungsgebäude, das in Marienwerder errichtet wird, gilt in dieser Form als europaweit einmaliges Testzentrum. Ausgestattet mit einer 14 Meter langen und zehn Meter tiefen Grube, die mit Wasser und Sand gefüllt wird, können im Gebäudeinneren Bedingungen simuliert werden, wie sie auf hoher See herrschen.

Das Fraunhofer-Institut für Windenergie- und Energiesystemtechnik (IWES) betreibt das neue Testzentrum. Die Forscherteams aus Leibniz Universität und IWES wollen mit ihrer Arbeit die Lebensdauer von Windenergieanlagen verlängern, die Produktionskosten senken und die Tragstrukturen der Windenergieanlagen sicherer machen.

Das Zentrum wird voraussichtlich Ende 2013 fertig gestellt sein. Bis Mitte 2014 soll es in Betrieb gehen. Für das Testzentrum sind Gesamtkosten in Höhe von 25 Millionen Euro veranschlagt. Davon stellt das Land Niedersachsen rund zehn Millionen Euro aus Landes-, EFRE- und Hochschul-Mitteln bereit.

Quelle: Niedersächsische Staatskanzlei

Christoph Schroeder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.