Regionales

Gutes Regionalmarketing ist immer willkommen

Im Interview erläutert Stefan Bosse, Oberbürgermeister von Kaufbeuren, welche Impulse er sich vom Unternehmertag in Kaufbeuren verspricht und was die Stadt ihrerseits dazu beitragen wird.

 

von Doris Wiedemann, 14.12.2008

 

Herr Bosse, welche Impulse versprechen Sie sich vom Bayerischen Unternehmertag?

Es freut mich, dass der Unternehmertag viele engagierte Menschen nach Kaufbeuren bringt. Ich bin überzeugt, dass wir damit unsere örtlichen Netzwerke anregen und bereichern können. Und natürlich hoffe ich, dass der eine oder andere Besucher von den Qualitäten des Standortes Kaufbeuren – Ostallgäu überzeugt werden kann.

 

Meist finden solche Events in Großstädten wir München statt. Wie haben Sie es geschafft, den Unternehmertag Bayern 2009 nach Kaufbeuren zu holen?

Wir hatten das Glück dass uns der Unternehmertag fast in den Schoß gefallen ist. Als Herr Hafixbeck anfragte ob Kaufbeuren Interesse an der Veranstaltung habe gab es kein Zögern – prima dass die Veranstaltung nun im Allgäu stattfindet.

 

Ist Standortmarketing für einen Ort wie Kaufbeuren schwieriger als für andere? Oder einfacher?

Natürlich stehen wir im Wettbewerb mit vielen Standorten. Ich denke, dass die Herausforderungen für alle gleich groß sind. Kaufbeuren hat sich in den letzten Jahren eindrucksvoll mit seiner Familienförderung positioniert und kann mit seiner Zugehörigkeit zur Europäischen Metropolregion München wie auch zum Allgäu punkten. Das sind durchaus überzeugende Kriterien, durch die wir schon einige Erfolge erreichen konnten.

 

Wie unterstützt die Stadt Kaufbeuren den Unternehmertag?

Wir werden uns auf dem Unternehmertag natürlich präsentieren und die Veranstaltung über unsere Medienkanäle mit bewerben.

 

Wie eng kann oder muss man als Kommunalpolitiker mit den Unternehmern seiner Region zusammen arbeiten? Kann man Einfluss nehmen? Wollen Sie das? Und wenn ja, inwiefern?

Zu einer engen Zusammenarbeit gibt es keine Alternative, wenn eine Kommune wirtschaftsfreundliche Impulse setzen und Standortentscheidungen gewinnen will. Ich habe deshalb ein Wirtschaftsforum eingerichtet, in dem ich mich regelmäßig mit Unternehmern aus unserer Stadt austausche und wichtige Entwicklungen diskutiere.

 

Wie sieht die Bilanz der letzten Jahre für den Standort Kaufbeuren aus? Was sind die Stärken? Und wo liegen die Schwächen?

Wir haben in den vergangenen Jahren wichtige Weichenstellungen für Kaufbeuren vorgenommen. Insbesondere die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur wurde in Angriff genommen. Kaufbeuren kann als kreisfreie Stadt mit umfassender Verwaltungskompetenz aufwarten, verbunden mit unserer Kundenorientierung schaffen wir so zum Beispiel Genehmigungsverfahren pragmatisch und schnell in Rekordzeit.

 

Freuen Sie sich auf den Unternehmertag? Werden sie selbst mit dabei sein?

Mich interessiert dieses neue Veranstaltungsformat außerordentlich. Deshalb werde ich versuchen, an möglichst vielen Veranstaltungen teilzunehmen.

 

Europas Motivationstrainer Nummer 1, Jörg Löhr, ist ein ehemaliger Spitzensportler und Hauptredner auf dem Unternehmertag. Sie selbst halten sich mit Wandern, Radfahren und Joggen fit. Gibt Ihnen der Sport auch Impulse für Ihre tägliche Arbeit?

Ja, natürlich! Am liebsten gehe ich übrigens in die Berge, wenn ich den Kopf frei bekommen möchte. Das ist Inspiration pur!

 

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