Gesundheit

Händewaschen kann Leben retten

Wissen Sie, was für ein Tag gestern war? Richtig! Der internationale Tag des Händewaschens findet am 15. Oktober statt. In Zeiten von Seuchen, die vor allem in Afrika wüten, möchten wir daran erinnern, was sie am wirksamsten bekämpfen kann: Händewaschen. Sechs Fakten rund ums Händewaschen. Die Public Health-Expertin Myriam Sidibe setzt sich seit Jahren für das Händewaschen ein (siehe Video).

 

(Quelle: Myriam Sidibe: The simple power of handwashing / TED Talks / YouTube)

 

Sechs Fakten rund ums Händewaschen

1. Jedes Jahr sterben 6,6 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Infektionen, die sich vermeiden ließen, wenn sich die Menschen die Hände mit Seife waschen würden.

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Damals wie heute: Händewaschen mit Seife dämmt Krankheiten wie Cholera oder Ebola ein. (Screenshot aus: Myriam Sidibe: The simple power of handwashing (© TED / YouTube; Originalvideo unter http://www.youtube.com/watch?v=c64M1tZyWPM)

2. Händewaschen kann die Zahl der Neuansteckungen mit Grippe und anderen Infektionen um ein Drittel reduzieren. Auch Krankheiten wie SARS oder Ebola könnten durch Händewaschen eingedämmt werden. In Ghana grassiert derzeit die Cholera: Bereits im 19. Jahrhundert in England war das beste Mittel gegen die Cholara regelmäßiges und gründliches Händewaschen.

3. Vier von fünf Menschen waschen sich die Hände nicht, wenn sie auf der Toilette waren. Auch dann nicht, wenn es fließendes Wasser und Seife gibt.

4. Firmen, die Seifen herstellen, sollten ihre Macht und ihre Ressourcen im Marketing dafür einsetzen, Gewohnheiten so zu verändern, dass Händewaschen zur Normalität wird.

5. In armen Ländern wird Seife als kostbares Gut angesehen, das nicht verschwendet werden soll. Deshalb werden mit Seife zwar die Wäsche und das Geschirr gewaschen, die Hände aber nur einmal am Tag – oder sogar nur einmal in der Woche.

6. Wenn Kinder sterben, dann meist bevor sie einen Monat alt sind. Wenn Geburtshelfer sich die Hände mit Seife waschen würden, bevor sie das Neugeborene anfassen, könnte die Kindersterblichkeit erheblich reduziert werden. Auch die Müttersterblichkeit würde zurückgehen.

 

Katja Heumader

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