Wirtschaft

Halbleiterhersteller haben Emissionsreduzierung mit 47% übererfüllt

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) hat dem Umweltministerium BMU den Abschlussbericht über die Selbstverpflichtung zur Reduzierung der Emissionen bestimmter fluorierter Treibhausgase übergeben. Die in Deutschland produzierenden Halbleiterhersteller hatten sich 2005 verpflichtet, die Emissionen der von ihnen verwendeten klimaschädlichen Prozessgase im Vergleich zum Jahre 1995 um 8% zu verringern. Die Selbstverpflichtung wurde nun mit einer Emissionsminderung um 47% (ausgedrückt in Kohlendioxid-Äquivalenten) mehr als übererfüllt. Im selben Zeitraum hatte sich die zugrundeliegende Produktion verdreifacht.

Staatsekretär Becker: „Es ist außerordentlich zu begrüßen, wenn ein Industriezweig ohne staatlichen Zwang zu seinen Klimaverpflichtungen steht und beispielgebend seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet. (…) Es zeigt sich erneut, dass Klimaschutz ein Motor für die Entwicklung innovativer beispielgebender Produkte und Prozesse ist. In diesen für den weltweiten Klimaschutz wichtigen Tagen wünsche ich mir, dass national und insbesondere auch international die verschiedenen Industriezweige dem Vorbild der deutschen Halbleiterhersteller folgen und sich ebenfalls verstärkt für klimafreundliche und ressourceneffiziente Produkte und Produktionsweisen entscheiden.“

Eine Studie der Unternehmens- und Strategieberatung Roland Berger vom September 2011 belegt das ökonomische Potential optimierter Produktionsprozesse. Demnach könnten allein in der stromintensiven Industrie in Deutschland gezielte Investitionen von 23 Milliarden Euro in Effizienztechnologien zu Einsparungen von über 100 Milliarden Euro führen – was gleichfalls eine enorme Entlastung für die Umwelt impliziert.
 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.