Technologie

Handlicher sowie industrieller Prototyp gegen Ehec-Erreger entwickelt

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching und des Münchener Klinikums Schwabing haben zwei alltagstaugliche Prototypen entwickelt, mit denen sich der gefährliche Ehec-Erreger wirkungsvoll bekämpfen lässt. Die Testbakterien hatten sie während der aktuellen Ehec-Welle von fünf Patienten mit HUS-Syndrom isoliert. Die Wirkungsweise der Apparaturen beruht auf ionisiertem Plasma. Kaltes Plasma besteht aus einem Gas, das bei moderater Temperatur stark ionisiert wird – eine Beeinträchtigung des Geschmacks oder des Vitamingehalts wird dabei ausgeschlossen. Die Geräte eignen sich dabei auch für den kostengünstigen Einsatz in Lebensmittelbetrieben sowie auch in privaten Haushalten. Eines der Geräte kann nach einer entsprechenden Weiterentwicklung modular zu großen Anlagen ausgebaut werden. Darin könnten Nahrungsmittel produzierende oder verarbeitende Betriebe gefährliche Ehec-Bakterien, aber auch andere Bakterien, Viren, Pilze und problematische Sporen während der Produktion und Aufbereitung beseitigen. Ein weiteres etwa Taschenlampen großes Gerät (für rund 100 Euro) ist für die privaten Küchen konzipiert. In 20 Sekunden reduzierte dieses die Krankheitskeime auf ein 100.000stel, genug, um Obst und Gemüse bedenkenlos zu essen. 
 

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