Regionales

Hessen lobt Demographie-Preis 2012 aus

Die Hessische Landesregierung hat heute den Hessischen Demographie-Preis 2012 ausgelobt. Mit einem Preisgeld von insgesamt 30.000 Euro können Vereine, Stiftungen, Genossenschaften oder gemeinnützige Einrichtungen ausgezeichnet werden. Dabei dreht sich alles um die Frage, wie der Wandel vor Ort gestaltet werden kann. „Viele Menschen in unserem Land haben gute Konzepte oder Ideen, wie wir auf den demographischen Wandel reagieren können. Diese Herausforderung betrifft uns alle, deshalb müssen wir sie auch gemeinsam annehmen“, erklärte der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, anlässlich der heutigen Auslobung. „Besondere Projekte möchten wir mit dem Demographie-Preis anerkennen und auszeichnen. Als gute Beispiele sollen sie andere Menschen dazu motivieren, in ihrer unmittelbaren Umgebung ebenfalls aktiv zu werden“, so Staatsminister Wintermeyer, der auch Demographiebeauftragter der Landesregierung ist.

Hessen verändert sich. Weniger Kinder werden geboren, die Lebenserwartung der Menschen steigt und die Bevölkerungsstruktur wird heterogener. Im Jahr 2050 werden etwa eine halbe Million weniger Einwohner in Hessen leben als heute. Diese Entwicklung verläuft allerdings unterschiedlich. Während in Südhessen die Bevölkerungszahl relativ stabil bleibt, wird sie in Mittel- und Nordhessen zurückgehen. Die Folgen werden besonders in den ländlichen Regionen und den hessischen Dörfern spürbar sein.

In diesem Jahr sollen Projekte ausgezeichnet werden, die dazu beitragen, dass Dörfer auch in Zukunft lebenswert bleiben – Orte, in denen alte und junge Menschen gerne leben, lernen, arbeiten und feiern. Gesucht werden Projekte, in denen Bürgerinnen und Bürger mit Ideen, Ausdauer und Mut ihre Heimatorte aktiv gestalten. Das können beispielsweise Initiativen sein, die der Grundversorgung dienen, die Generationen zusammenführen oder leer stehende Häuser mit neuen Nutzungen beleben. Auch Mobilitätsangebote können ausgezeichnet werden, die etwa die Erreichbarkeit von Ärzten, Läden oder Jugendeinrichtungen verbessern und dadurch das Leben auf dem Land attraktiv machen.

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