Wirtschaft

Hewlett-Packard ändert Strategie erneut – PC-Geschäft wird behalten

Der US-Technologiekonzern Hewlett-Packard hatte Ende September 2011 seinen CEO, den ehemaligen SAP-Chef Léo Apotheker, nach nur elf Monaten mit einem goldenen Handschlag (13 Mio. Dollar) vor die Tür gesetzt. Grund war vor allem die Unzufriedenheit mit seinem Strategiewechsel: Weg vom Privatkunden- und hin zum Geschäftskundengeschäft (Dienstleistungen), sowie ein Ende der PC-Sparte und statt dessen ein verstärktes Geschäft mit Computerprogrammen. Allein seine Ankündigung von Mitte August, dass sich HP ganz aus dem klassischen PC-Geschäft zurückziehen würde, hatte die Aktie an einem einzigen Tag um 20% abstürzen lassen. Apotheker wollte die PC-Sparte für rund zwölf Milliarden Dollar an die britische Software-Firma Autonomy verkaufen. Insgesamt ist der Börsenwert des Unternehmens unter der knapp ein Jahr dauernden Regie Apotheker um 40 Milliarden Dollar eingebrochen.

Apothekers Nachfolgerin ist die frühere Ebay-Chefin Meg Whitman. Sie erhält ein Jahressalär von gerade einmal einem Dollar. Allerdings mit der Option auf einen Bonus von bis zu sechs Millionen Dollar. Ähnliche Vergütungsmodelle haben, bzw. hatten auch Yahoo-Gründer Jerry Yang, Steve Jobs von Apple und die Google-Manager Larry Page, Eric Schmidt und Sergey Brin.

Meg Whitman hat dem Technologiekonzern nun einen erneuten Strategiewechsel verordnet: Die PC-Sparte wird weder abgespalten noch verkauft. Die Prüfung sei „klar“ zugunsten der Beibehaltung des Geschäfts ausgefallen. Hewlett-Packard ist der Weltmarktführer unter den Computerherstellern. Im dritten Quartal kam HP auf einen Marktanteil von 17,7%, gefolgt von Lenovo mit 13,5% und Dell mit 11,6%.

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