Wirtschaft

Hewlett-Packard trennt sich von Léo Apotheker

Léo Apotheker wurde nach nur elf Monaten an der Spitze von Hewlett-Packard rausgeworfen. Unter seiner Regie hat das Unternehmen rund die Hälfte seines Börsenwertes verloren – rund 48 Milliarden Dollar. Mehr als der Durchschnitt der Aktienwerte. Mit bekanntwerden seines Abtritts stieg der Kurs wieder. Grund ist die Unzufriedenheit mit der von dem Ex-SAP-Chef Apotheker eingeschlagenen Entwicklung. Er wollte den Konzern grundlegend ändern: Weg vom Privatkunden- und hin zum Geschäftskundengeschäft, sowie ein Ende der Computersparte und statt dessen ein verstärktes Geschäft mit Computerprogrammen. So hatte Apotheker Ende August verkündet, den Tablet-PC seines Konzerns nach nur sechs Wochen wieder vom Markt zu nehmen. Analysten kritisierten damals: „Sie haben bereits eine Menge an Entscheidungen in Eile getroffen. Dies dürfte die Kunden und die Zulieferer weiter verunsichern.“ HP kommentiert nun den Führungswechsel: „Wir befinden uns in einer kritischen Phase und wir brauchen eine erneuerte Führung, um unsere Strategie erfolgreich umzusetzen und unsere Marktchancen in der Zukunft zu nutzen.“ Nachfolgerin wird mit sofortiger Wirkung die ehemalige Ebay-Chefin Meg Whitman.

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