Wirtschaft

Hochtief hält sich knapp über der Verlustgrenze

Einer der führenden Baudienstleister Hochtief wurde im zweiten Quartal, entgegen den Vorhersagen von Analysten, vor einem Verlust verschont. Jedoch fiel das Ergebnis enttäuschend für den neuen Chef des Unternehmens, Frank Stieler, aus. Wenn man das Ergebnis mit den Zahlen aus dem Vorjahr vergleicht erkennt man den Grund: Im zweiten Quartal 2011 verdiente Hochtief vor Steuern 10,2 Millionen Euro. 2010 waren es noch 181 Millionen Euro. Insgesamt erwirtschaftete der Baukonzern 13,8 Millionen Euro, verglichen mit 54,1 Millionen Euro im Vorjahr. Probleme mit der australischen Tochtergesellschaft Leighton sollen den Gewinn kräftig gedrückt haben. Das Ergebnis hat aber trotzdem die Erwartungen der Analysten übertroffen. Sie waren vormals von einem Verlust vor Steuern von 7,46 Millionen Euro und einem etwas niedrigeren Gewinn von 9,1 Millionen Euro im zweiten Quartal ausgegangen. Ein schmaler Gewinn, aber trotzdem eine Verbesserung im Vergleich zum ersten Quartal. Am Jahresanfang musste der Bauriese noch einen Verlust von rund 156 Millionen Euro verbuchen.

Hochtief treibt außerdem den Verkauf seiner Flughafensparte weiter voran. Noch in diesem Jahr soll es zu einem Verkauf kommen. Die chinesische HNA, Fraport zusammen mit der Deutsche-Bank-Tochter RREEF und die französische Vinci zeigen Interesse an der Hochtief Flughafensparte deren Verkauf über eine Milliarde Euro erziehlen könnte. Wegen des bevorstehendes Verkaufs rechnet das Unternehmen von einem Jahresgewinn von 288 Millionen Euro aus.

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