Energie & Umwelt

IAEA: internationale Richtlinien zur Nuklearsicherheit überarbeiten

Die Internationalen Atomenergiebehörde IAEA fordert als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Fukushima eine Überarbeitung der internationalen Richtlinien zur Nuklearsicherheit. IAEA-Chef Yukiya Amano reagierte auch auf die Kritik von Beobachtern und Diplomaten, zu spät und zu zögerlich auf die Geschehnisse in Japan reagiert zu haben und kündigte eine Prüfung der Rolle der IAEA an. Zudem kritisierte Amano die Informationspolitik der japanischen Regierung nach der Katastrophe im AKW Fukushima 1. In Zukunft sollen laut Amano die Informationen von den betroffenen Staaten schneller publiziert werden und auch die Zusammenarbeit von internationalen Experten soll schneller und koordinierter ablaufen. An einer Überarbeitung der Richtlinien zur Nuklearsicherheit arbeitet derzeit auch die EU: Letzten Dienstag hatte die EU auf Initiative Österreichs hin Stresstests bei allen europäischen AKWs beschlossen. Die gemeinsamen Kriterien für diese umfassende Sicherheitsprüfung werden zunächst erarbeitet – der Test wird dann für die zweite Jahreshälfte erwartet. Dabei gehe es laut EU-Energiekommissar Günther Oettinger „um eine Neubewertung aller Risiken durch und nach Japan“. Dies umfasse Erdbeben, Hochwasser- und Tsunamigefahren, Terrorangriffe und die Kühlsysteme. Auch China unterzieht seine 13 AKWs einer Sicherheitsüberprüfung und setzt alle Neubauprojekte vorübergehend aus.
 

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