Wirtschaft

IBM beruft erstmals eine Frau an die Konzernspitze

Der US-amerikanische IT-Gigant IBM (430.000 Mitarbeiter) beruft erstmals in seiner 100-jährigen Firmengeschichte eine Frau auf den Chefposten: Virginia Rometty (54) wird zum Jahreswechsel den bisherigen Chef von „Big Blue“ Sam Palmisano ablösen. Palmisano gilt als einer der erfolgreichsten Manager der USA. Unter seiner 10-jährigen Ägide wurde der Computerhardwarehersteller zu einem IT-Dienstleistungsgiganten umgebaut. Unter seiner Federführung verkaufte Big Blue nacheinander das angestammte Geschäft mit PCs, Druckern respektive Festplatten und investierte statt dessen das Geld in den Zukauf von Softwarefirmen und in den Ausbau des Beratungs- und Servicegeschäfts, wie beispielsweise Rechenzentren für andere Firmen. Das nach Apple zweit wertvollste Technologieunternehmen der Welt, das mit einem Börsenwert von 250 Milliarden Dollar sogar Microsoft und Google übertrifft, hatte 2010 einen Jahresumsatz von 99,8 Milliarden Dollar und einen Netto-Gewinn von 14,8 Milliarden Dollar.

Die designierte neue Chefin Rometty: „Sam hat uns vor allem beigebracht, niemals damit aufzuhören, IBM neu zu erfinden. (…) Es gibt keine größere Ehre im Geschäftsleben, als gefragt zu werden, ob man IBM führen möchte.“ Rometty hatte 1981 als Systemtechnikerin bei IBM angefangen und sich bis zur weltweiten Verkaufsleiterin in den Führungszirkel emporgearbeitet.

Palmisano hat das für IBM-Chefs typische Rentenalter von 60 Jahren erreicht, bleibt dem Konzern allerdings als Chefaufseher im Verwaltungsrat erhalten und wird damit der oberste Kontrolleur bei Big Blue.

 

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