Management

Ihr guter Ton: Wertschätzung wird zu Wertschöpfung

… aus der wöchentlichen Themenserie „Ihr guter Ton“ vom Kommunikationsexperten und Businesscoch Manuel Stöbel. Nach „Wertekreislauf – Kreislauf der Werte“ (Teil 6) und „Bewegen Sie sich und das Ziel bewegt sich“ (Teil 7) geht es im achten Beitrag um Wertschätzung und wie diese zur Wertschöpfung wird.

Sie steuern mit Ihrem Verhalten die Reaktionen

Kreislauf der Werte, Stöbel
Lassen Sie uns den guten Ton im Kreislauf der Werte untersuchen. (Bild: © Manuel Stöbel)

Mit dem letzten Artikel haben wir begonnen, den zweiten Punkt unseres alternativen Wertekreislaufes (siehe Bild rechts) mit der Richtung zum guten Ton Ihres Unternehmens zu bearbeiten. Sie erinnern sich an den jungen Unternehmer von letzter Woche, der im Seminar saß und dem auf einmal die entscheidende Frage seines Lebens gestellt wurde („was willst du“)? Unser Wille, haben wir das letzte Mal gesagt, spiegelt letztlich unser Verhalten wieder. Und nach dem Sender-Empfänger-Gesetz erzeugen wir die Reaktionen auf unser Verhalten selbst. Wollen Sie eine harmonische Atmosphäre in Ihrem Unternehmen, so erzeugen Sie diese mit harmonisierendem Verhalten. Und wollen Sie eine gewinnorientierte Atmosphäre, so verhalten Sie sich am besten zuerst gewinnorientiert. Egal, was Sie machen: es kommt in einer bestimmten Form zu Ihnen zurück. Das klingt jetzt fast schon esoterisch, ist aber „completely businesslike“ gemeint. Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner vergessen nicht so leicht, wie man meint. Oder man muss sich sehr anstrengend, um ein neues positives Bild zu erarbeiten. Man selbst betritt ein Restaurant oder Geschäft mit schlechtem Service oder mangelhafter Wahre eher kein zweites Mal.

Unternehmenswerte wirken auf das Ergebnis

Wenn uns schlechter Service geboten wird, dann herrscht zweifellos kein besonders guter Ton innerhalb dieses Betriebes. Die Frage stellt sich, was will einerseits die Chefetage, und genauso muss gefragt werden, was denn wohl der Mitarbeiter will, der den schlechten Service bietet. Und es muss auch gefragt werden, welche Werte der Führung erzeugen den schlechten Service bzw. welche Werte hat denn der Mitarbeiter selbst.

1. Wenn sich die Führung nach den Werten des guten Tones des eigenen Unternehmens verhält und dabei genug Wirkung schafft, wird es keinen schlechten Service geben. Es sei denn,

2. dass der Mitarbeiter das nicht versteht, ignoriert oder eine schlechte Tagesform hat.

Das Verstehen und die Ignoranz können wir heute und hier nicht klären. Das berührt andere Bereiche. Aber die gute oder schlechte Tagesform lässt sich sehr leicht bearbeiten:

WICHTIG: Werteorientierung und Wertschätzung am Arbeitsplatz

Jeder hat einmal einen schlechten Tag. Jeder schläft mal schlecht und ist morgens dementsprechend gelaunt. Man denkt: ich bin müde und habe Hunger!! Und das den ganzen Tag? Vorsicht ist geboten: wie das Wert(e)-Verhalten der Führungskräfte sich auf die Mitarbeiter übertragt, so überträgt sich die schlechte Tagesform eines Mitarbeiters auf den Kunden … und mit dem Kunden auf das Geschäft, den Umsatz, das Image und die eigene Karriere. Auf Dauer und bei anhaltend mieser Tagessform, geht ganz schön viel den Bach runter. So wandelt sich unser alternativer Wertekreislauf geradewegs ins komplett Negative. Was tun?

1. Die Führungskräfte im Betrieb sollen eine Werteantenne entwickeln. Und wenn diese negative Signale empfängt sofort handeln: den Mitarbeiter mit gutem Ton ansprechen und so gut es geht, die schlechte Tagesform in eine gute umwandeln (Zuhören, Ermutigen, die Werte des Unternehmens hervorheben).

2. Die Mitarbeiter selbst sollen für ihre Tagesform selbst Verantwortung übernehmen lernen und es schaffen, sich selbst vom Ballast der miesen Tagesform zu befreien. Allein der Gedanke ans Unternehmen und das Team zaubert aus einem persönlichen miesen Ton den allerbesten Ton für das Unternehmen.

Wenn wir uns wertorientiert gegenseitig verhalten und uns in der Mitte treffen, dann wenden wir uns aktiv handelnd der Wertschöpfung zu. Eben darum, weil wir unsere Werte schätzen. Auf diese Weise wird Wertschätzung zu Wertschöpfung!

Ich freue mich auf die kommenden Artikel, in denen es um die erwähnten Werte-Antennen für Führungskräfte und Mitarbeiter geht.

Ihr Manuel Stöbel

 

Ihr guter Ton, Unternehmenskommunikation
(Foto ©: Manuel Stöbel)

Über Manuel Stöbel

Manuel Stöbel ist der gute Ton Ihres Unternehmens. Die signifikanten Ergebnisse seines Engagements sind wertschöpfende Kommunikation für Branding, Leadership, Softskills und Personality. Sein persönlicher Background die Opernbühne und zwei Dekaden Trainingserfahrung lassen bekannte Themen in neuen Blickwinkeln deutlich werden und schaffen stets eine Atmosphäre kreativer Effizienz. Mehr über Manuel Stöbel finden Sie in seinem AGITANO-Expertenprofil und im Internet unter: www.manuel-stoebel.de.


Oliver Foitzik

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