Energie & Umwelt

Im Norden Deutschlands: Windpark aus Bürgerhand

Direkt an der Grenze zu Dänemark steht die Stadt Niebüll. Die Kraft des Windes wird im Norden schon seit Jahrhunderten genutzt. Deshalb scheint es nur logisch, dass dort auch Windkraftwerke eingesetzt werden um Strom zu gewinnen. Der Unterschied zu anderen Windprojekten in Deutschland ist jedoch, dass der Windpark Niebüll zum größten Teil von den Einwohnern finanziert wurde. Zehn Landbesitzer aus Niebüll haben sich das Projekt ausgedacht. Es wurde eine eigene GmbH & Co.KG gegründet, die Anteilsscheine im Wert von 500 Euro anbot damit die Bürger die Möglichkeit hatten, sich an dem Park zu beteiligen. Und die Beteiligungsbereitschaft war groß. Die Bürger von Niebüll beteiligten sich mit 60% an dem Projekt und die Landbesitzer zahlten die restlichen 40% des Eigenkapitals. Regionale Kredite von Banken deckten die restlichen Kosten ab. Über 850 Bürger haben sich daran beteiligt. Die Stadt hat beschlossen, dass Wind- und Solaranlagen nur aus Bürgerhand entstehen werden. „Wenn man als Anwohner beteiligt und für seinen Windpark verantwortlich ist, dann ist die Wahrnehmung gleich eine ganz andere“, so Bürgermeister Wilfried Bockholt. Im Mai 2010 wurden die fünf geplanten riesigen Windkraftanlagen von der Firma Vestas installiert. Zusammen haben sie eine Leistung von 15 Megawatt und sollen jedes Jahr 47 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren, genug um 13.000 3-Personen-Haushalte mit Energie zu beliefern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.