Panorama

In Bayern und Baden-Württemberg lernt sich es am besten

Lernen ist nicht nur auf die schulische Laufbahn beschränkt. Lebenslanges Lernen ist essentiell für die berufliche Entwicklung und auch für unsere schnelllebige Gesellschaft, in der wir uns befinden. Der Deutsche Lernatlas der Bertelsmann Stiftung hat die insgesamt 412 Kreise und kreisfreien Städte der Bundesrepublik auf ihre Möglichkeiten, Bedingungen und ihr Umfeld für lebenslanges Lernen überprüft. Dabei standen schulisches, berufliches, soziales und persönliches Lernen im Mittelpunkt. Das Ergebnis war weniger eine Kluft zwischen Ost und West sondern zwischen Nord und Süd. Am besten lernt es sich in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen. Die schlechtesten Landkreise in diesen drei Bundesländern bieten bessere Lernbedingungen als die besten in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Von den Großstätten bot München das beste Lernumfeld, gefolgt von Dresden und Stuttgart.

Ein bemerkenswertes Ergebnis der Studie war, dass ländlichere Kreise, außer beim persönlichen Lernen, im Schnitt bessere Lernbedingungen besitzen als Großstätte. Dies scheint an erhöhtem sozialem Engagement, einer besseren Integration und Weiterbildung von Arbeitslosen sowie einem größeren Angebot an Ausbildungsplätzen zu liegen. Eine gute ökonomische Lage ist außerdem kein Garant für ein gutes Lernumfeld. Es gab zahlreiche „Hidden Champions“, die sehr gute Ergebnisse erzielten, obwohl sie noch nicht einen ihrer Lernleistung entsprechenden Wohlstand erreicht haben. Auf einer Skala von den schlechtesten Lernbedingungen (10) und den besten (70) liegt der Bundesdurchschnitt bei 46,33 Punkten.

 

 

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