Wirtschaft

In Berlin brannten 2011 bereits 530 Autos – v.a. BMW, Audi und Mercedes

Bei den inzwischen traditionellen Brandanschlägen auf Autos in Berlin sind in diesem Jahr bereits 530 Fahrzeuge zerstört oder beschädigt worden. Dabei ist die politische Motivation inzwischen in der Minderheit: „nur“ 156 Autos brannten aus politischen Motiven, dabei wurden weitere 93 in der Nähe stehende Fahrzeuge beschädigt. 226 Autos wurden durch Nachahmungstäter angezündet, wobei 55 weitere benachbarte Fahrzeuge beschädigt wurden. Dabei brennen nicht nur Luxusautos und Fahrzeuge der Oberklasse der Marken BMW, Audi und Mercedes, sondern auch immer häufiger Autos der Mittelklasse mit einem Zeitwert von unter 30.000 Euro. Die meisten Brandanschläge gibt es laut Auskunft der Berliner Polizei in den Stadtvierteln Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und zuletzt besonders Charlottenburg-Wilmersdorf.

Die CDU Tempelhof-Schöneberg setzte bereits 2.000 Euro Kopfgeld zur Ergreifung der Brandstifter aus. Die amtierende Polizeipräsidentin in Berlin schließt allerdings organisierte Linke weitgehend aus: „Unsere These ist zurzeit: Die Taten in den letzten Nächten sprechen nicht für Täter aus der linksextremen Szene. Diese Szene stellt sich gegen die Taten. In der Szene sind diese Taten nicht mehr vermittelbar. Es ist kein politisches Ziel damit erreichbar, anders als 2009.“

Die Polizei ist mittlerweile allnächtlich mit bis zu 650 Beamten im Einsatz, woraufhin die Zahl der Brandstiftungen zuletzt deutlich gesunken ist. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es erstmals seit zwei Wochen kein einziges brennendes Auto. Ein Abschreckungseffekt sei dabei sehr wohl zu erkennen, von den Tätern fehle aber trotz aller Bemühungen nach wie vor jede Spur.

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