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In fünf Schritten zum richtigen SEO-Partner

Laptop mit Google-Startbildschirm auf holzfarbenem Schreibtisch auf Suchmaschinen moeglichst sichtbar sein das gelingt Unternehmen mit dem passenden SEO-Partner

Suchmaschinenoptimierung ist für Unternehmen wichtiger denn je. Und zwar unabhängig von Umsatzgröße und Branchenzugehörigkeit! Doch gerade in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fehlen firmenintern oft die Ressourcen, um die firmeneigene Homepage suchmaschinenfreundlich zu gestalten. Da bauen sie lieber auf Dienstleistungen externer Anbieter, so genannte SEO-Partner. Von diesen gibt es allerdings mehr als genug. Um da die Nadel im Heuhaufen zu finden, sollten Unternehmen wie folgt vorgehen.

Nicht nur „die Großen“ brauchen einen SEO-Partner

Vier von fünf Internetnutzern bemühen Suchmaschinen, um Informationen zu lokalen Geschäften und Produkten zu erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Google-Studie aus dem Mai 2014,* Tendenz steigend. Mit anderen Worten, noch nie waren für lokale Dienstleister die Potentiale, Verbraucher aus dem Netz zu Kunden für ihr Geschäft zu machen, so groß wie heute! Aus diesem Grund bedürfen nicht ausschließlich transnational agierende Großkonzerne, sondern auch immer mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit regionalem Kundenkreis, einen so genannten SEO-Partner. Denn neben Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO (engl.: Search-Engine-Optimization), wird Local-SEO immer wichtiger. Für mehr Sichtbarkeit im Netz bedarf es allerdings Dienstleister, die ihr Geschäft verstehen. Um hier die Spreu vom Weizen zu trennen, sollten Unternehmen, die ihre firmeneigene Homepage im Netz prominenter platzieren möchten, auf Folgendes achten.

Schritt Nr. 1: Ziele definieren

Wie sollen SEO-Partner Unternehmen weiterhelfen können, wenn diese sich über ihre eigenen Ziele im Unklaren sind? Manche Firmen wollen, dass sie bei der Eingabe bestimmter Keywords auf der Ergebnisliste der Suchmaschinen vor ihren Mitbewerbern landen. Für andere hat die Verbesserung des Rankings für einzelne, ausgewählte Produkte oder Dienstleistungen Vorrang. Unternehmen, die auf der Suche nach einer SEO-Agentur sind, müssen zuvor eine Checkliste vorbereiten. Auf dieser muss erkenntlich sein, welches Ziel welche Priorität einnimmt.

Schritt Nr. 2: Angebote miteinander vergleichen

Wer ein Auto kauft, fährt vorher zumeist mehrere Modelle Probe. Wer einen Versicherungsvertrag abschließt, vergleicht zuvor unterschiedliche Angebote mit Blick auf das jeweilige Preis-Leistungs-Verhältnis. Genauso sollte man die Suche nach einem SEO-Partner angehen! Für manche Unternehmen ist ein Festpreismodell attraktiv, vergleichbar mit Flatrate-Paketen für Telefon & Internet. Sie bieten in puncto Ausgaben für’s Online-Marketing Planungssicherheit. Zudem weiß man, um welche SEO-Dienstleistungen sich die Agentur kümmert und welche man entweder optional kurzfristig hinzubucht oder intern bearbeitet. Für andere könnte eine erfolgsabhängige Beratung interessant sein. Ähnlich wie bei der Honorarberatung, die beispielsweise im Finanz- und Vorsorgewesen zu finden ist, wird erst gezahlt, wenn der Erfolgsfall eintritt (zum Beispiel eine höhere Platzierung in den Ergebnislisten der Suchmaschinen).

Schritt Nr. 3: SEO-Partner kennenlernen

Menschen machen Marken“, so Isabel Ihm im Interview mit AGITANO. Damit brachte die Unternehmerin und Expertin für Markenidentität die Bedeutung, welche Mitarbeiter für ein Unternehmen besitzen, prägnant auf den Punkt. Bei SEO-Agenturen ist das nicht anders. Aus diesem Grund muss man den in Frage kommenden Partner näher kennenlernen. Meistens laden diese zum persönlichen Gespräch beziehungsweise werden bei Unternehmen vorstellig, bevor es zum Vertragsabschluss kommt. Hier bietet sich Gelegenheit unter anderem folgende Fragen zu stellen:

  • Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen?
  • Was macht die Mitarbeiter in ihrem jeweiligen SEO-Feld zum Experten (Ausbildung, beruflicher Werdegang, … )?
  • Über welche Referenzen verfügt der womögliche SEO-Partner?
  • Wie sind die Erfahrungen anderer Unternehmen?

Sofern der SEO-Partner seriös ist, gewährt er Einblick. Sie stellen Unternehmen die jeweiligen Mitarbeiter kurz vor und lassen diese mit ihnen persönlich sprechen. Ferner verweisen sie auf zufriedene Kunden als Gesprächspartner.

Schritt Nr. 4: Content-Strategie besprechen

„Content is King!“ Inhalte sind das Wichtigste. Im Netz schnell gefunden zu werden, ist eine Sache. Was ganz anderes ist es, Ergebnisse zu präsentieren, die dem Internetnutzer echten Mehrwert liefern. Denn sollte dieser auf der Ergebnisseite nur „Werbemüll“ finden, wird dieser das nicht lediglich mit Missachtung strafen, sondern darüber hinaus seine Enttäuschung über die Webseite mit anderen Nutzern teilen. Unternehmen müssen ihren jeweils womöglichen SEO-Partner danach fragen, ob er sich in der Lage sieht, eine Content-Strategie zu erstellen. Wie soll diese aussehen? Mit welchen Zielen ist diese verbunden, Trafficgenerierung, Linkbuilding, Markenkommunikation, … ? Verfügt der potentielle SEO-Partner über ein hauseigenes Redaktionsteam oder über ein funktionierendes Netzwerk an erfahrenen Online-Redakteuren?

Schritt Nr. 5: SEO-Maßnahmen evaluieren

Sofern man nach Schritt 1 bis 4 den „richtigen“ (will heißen, den zum Unternehmen passenden SEO-Partner) gefunden hat, geht es im Anschluss an die Evaluation(-en) der einzelnen SEO-Maßnahmen. In regelmäßigen Abständen muss die gemeinsam erstellte SEO-Strategie hinsichtlich folgender Gesichtspunkte überprüft werden:

  1. Wie steht das Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz da (z. B. Sichtbarkeit bei der Eingabe bestimmter Keywords)?
  2. Welche Position nimmt die firmeneigene Homepage in relevanten Rankings ein (z. B. im SISTRIX Sichtbarkeitsindex)?
  3. Wie oft verlassen Besucher die unternehmenseigene Webseite – und v. a. – warum (z. B. zu lange Ladezeiten)?
  4. Lassen sich mit dem SEO-Partner weiterführende Verbesserungsmaßnahmen umsetzen?

Falls man auf eine oder mehrere dieser vier Fragen keine Antwort erhält, dann muss man einen neuen SEO-Partner suchen. Schließlich nutzt niemandem ein Schrecken ohne Ende.

*Vgl.: think with Google: „How Advertisers can extend their Relevance with Search“, zuletzt abgerufen am 08.12.2016

Christoph Schroeder

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