Energie & Umwelt

In Großstätten bahnt sich eine Wasserkatastrophe an

Eine Studie des WWF, die im Rahmen der "World Water Week" in Stockholm erstellt wurde, macht auf eine bedrohliche Situation in Großstätten und urbanen Zentren der Welt aufmerksam. Vor allem in den rapide wachsenden Mega-Stätten von Afrika, Asien und Südamerika, spitzt sich die Wasserlage gefährlich zu. In Mexiko-Stadt kann man die Auswirkungen des verantwortungslosen Umgangs mit den Wasserreserven deutlich merken. Die Stadt sinkt durch die übermäßige Beanspruchung der Grundwasserreserven um 5 bis 40 Zentimeter pro Jahr ab. Auch die Fruchtbarkeit der umliegenden Äcker ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Die Hälfte des ins Meer geleiteten Abwassers, wird als hoch verseucht eingestuft.

Auch in Asien ist die Wasserbilanz der Großstätte nicht gerade rosig. In der chinesischen Millionenmetropole Shanghai steht die Qualität der Trinkwasserversorgung auf dem Spiel. Pestizide, Düngemittel und Abwässer haben die Gewässer in der Umgebung verseucht und sind für den Menschen zum Teil ungenießbar. Des Weiteren droht den Süßwasserreservoirs der Stadt wegen der globalen Erwärmung und dem damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels, die Verseuchung durch Meerwasser. Die Shanghai Region ist einer der größten Wasserverbraucher in ganz China.

Das zukünftige Wachstum der urbanen Gebiete würde die zuvor genannten Probleme noch weiter verstärken wenn nichts konkretes unternommen wird. "Ökosysteme, die Grund- und Oberflächenwasser liefern, müssen geschützt und wiederhergestellt werden und um den Wasserverbrauch zu reduzieren, ist eine Verbesserung der Leitungsnetze sowie ein effektives und nachhaltiges Abwassermanagement ausschlaggebend", warnt Martin Geiger, Leiter Bereich Süßwasser beim WWF Deutschland.

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