Energie & Umwelt

In Österreich ab 2013 keine kostenlosen CO2-Zertifikate für Stromerzeuger mehr

Österreich will mit dem neuen Emissionszertifikategesetz (EZG) die Grundlagen für den EU-weit stärker harmonisierten Handel mit CO2-Zertifikaten für die nächste Handelsperiode 2013-2021 herstellen. Demnach sollen die Zertifikate, die bislang noch größtenteils gratis verteilt wurden, ab 2013 dann versteigert werden. Dies trifft besonders auch die Stromerzeuger, die dann keine kostenlosen Zertifikate mehr erhalten, lediglich die produzierende Industrie erhält auch in der nächsten Handelsperiode noch kostenlose Zertifikate. Die Einnahmen aus den Versteigerungen fließen dem Staat zu und sollen für den Klimaschutz aufgewendet werden. Kleinanlagen mit Emissionen unterhalb bestimmter Grenzwerte, können von bestimmten Verpflichtungen im Handel befreit werden, wenn sie eine entsprechende Umweltvereinbarung über eine Emissionsreduktion abschließen.

Der Strommarktexperte Justus Schütze hat in einem Interview mit AGITANO, dem Wirtschaftsforum Mittelstand, auf die Bedeutung realistischer Strompreise eindringlich hingewiesen. Nur wenn alle Kosten tatsächlich in dasProdukt Strom eingepreist werden, kann der marktwirtschaftliche Mechanismus funktionieren: Im Falle der Atomkraft sind das die Versicherungskosten des exorbitanten Risikos und die Endlagerkosten und bei den konventionellen Brennstoffen sind das die Kosten des Klimawandels durch den CO2-Austoss. Würden diese gesamtgesellschaftlichen Kosten entsprechend eingepreist werden, dann wären regenerative Energiequellen – trotz weiterhin fallender Preise in diesem Bereich – schon heute konkurrenzfähig.
 

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