Energie & Umwelt

Informationsdienst Energie und Umwelt : KW 03

Energiepolitik:
1. Kaliforniern führt Emissionshandel nach dem Vorbild der EU ein:
2. Einigung über vorgezogene Solarförderkürzung:
3. Stadtwerke wollen Stromerzeugung um 32% ausweiten:
4. Klimaschutzhauptstadt lädt zum 1. Kongress für energieautonome Kommunen:
5. Inselgruppe Azoren will mit EE bis 2018 energieautark sein:

Solarbranche:
6. Photovoltaik-Zubau von 17,5 GW weltweit in 2010:
7. US-Unternehmen präsentiert effizienteste Dünnschicht-Solarzelle:

Öl und Gas:
8. Wirtschaftsminister hofft auf Discounter im Preiskampf gegen Ölmultis:
9. Ölnachfrage wird bis 2030 um 19% steigen:
10. Elefantenkuscheln – „run“ auf das arktische Erdöl beginnt:
11. Venezuelas Ölreserven überholen Saudi-Arabien:
11. Israel beansprucht Mittelmeergas für sich:
12. Ölproduktion in Alaska wieder unter Volllast:

Forschung:
13. Umstrittene CCS-Speichertechnologie leckt im größten Versuchsprojekt:
14. Innovatives Hybridkraftwerk ab Mitte 2011:
15. Neues Helmholtz-Institut für Batterieforschung:
16. Bio-Kunststoffe weiterentwickelt:
17. Tests und Angaben zum Spritverbrauch entsprechen nicht der Praxis:

EE-Ratgeber und Informationen:
18. Ratgeber zur energetischen Gebäudesanierung für Handwerker und Experten:
19. Kompendium zu energieeffizienten Passivhäusern 2011 erschienen:

Sonstiges:
20. Deutsche Biobauern können mit heimischem Marktwachstum nicht mithalten:

 

Energiepolitik:

 

Kaliforniern führt Emissionshandel nach dem Vorbild der EU ein:
Der US-Bundesstaat Kalifornien, der Vorreiter in Sachen Klimapolitik in den USA, führt 2012 den Emissionshandel nach europäischem Vorbild ein. Damit sollen die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 15% reduziert werden. Zunächst werden die Zertifikate kostenlos verteilt. Die Anzahl der ausgegebenen Rechte wird dann von Jahr zu Jahr reduziert. Das Programm soll noch in 2012 auch auf die kanadischen Provinzen Ontario, Quebec und British Columbia ausgeweitet werden.

 

Einigung über vorgezogene Solarförderkürzung:
Gegenüber dem Vorjahr sind die Preise von Photovoltaikanlagen in 2010 um 20,58 % zurückgegangen. Daher haben sich die Bundesregierung und die Vertreter der Solarbranche auf ein erneutes Vorziehen der Reduzierung der (Anschubssubvention) Solarstromvergütung verständigt. Demnach sollen die Fördersätze zum 1. Juli um weitere 15% gesenkt werden. Die Kürzungen sollen sich jedoch an der Marktentwicklung der tatsächlich neu installierten Leistung 2011 orientieren. Bereits im Juli 2010 war die Förderung um 13% und im Oktober nochmals um 3% gesenkt worden.

 

Stadtwerke wollen Stromerzeugung um 32% ausweiten:
Laut dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) zur Stromerzeugung der deutschen Stadtwerke bauen diese derzeit Kraftwerkskapazitäten in Höhe von 4,597 GW, 33% davon sind Erneuerbare Energien. Das Investitionsvolumen liegt bei 8,26 Mrd. Euro. Der Anteil der kommunalen Stromerzeugung steigt dabei um etwa 32%. Derzeit haben Stadtwerke eine Kraftwerkskapazität von insgesamt 13,998 GW installierter Netto-Leistung, das sind 9,2% der in Deutschland installierten Kraftwerksleistung von insgesamt 152,700 GW.

 

Klimaschutzhauptstadt lädt zum 1. Kongress für energieautonome Kommunen:
Freiburg ist derzeit die deutsche Klimaschutzhauptstadt. Vom 7. bis 8. April 2011 findet hier der 1. Kongress für energieautonome Kommunen und den Weg in eine unabhängige Energieversorgung statt. Das Kongressprogramm ist ab sofort online verfügbar.

 

Inselgruppe Azoren will mit EE bis 2018 energieautark sein:
Die Inseln der Azorengruppe im Atlantik sollen bis 2018 energieautark sein. Dafür soll der Anteil der Erneuerbaren Energien auf mindestens 75% gesteigert und die Erzeugung von Pflanzenöl als Backup-System für Generatoren gesteigert werden. Die Realisierung wird von der Firma Younicos aus Berlin unterstützt und derzeit in einem Modell maßstabsgetreu getestet.

 

Solarbranche:

 

Photovoltaik-Zubau von 17,5 GW weltweit in 2010:
Laut dem Marktforschungsunternehmen IMS Research (UK) betrug der Photovoltaik-Zuwachs in 2010 die Rekordmarke von rund 17,5 GW (+130%). Für 2011 wird ein weiteres starkes Wachstum im zweistelligen Bereich auf wahrscheinlich 20,5 GW Zubau erwartet. Damit würde die weltweit installierte Gesamtleistung Ende 2011 rund 58 GW erreichen. 2014 könnten dann sogar 35 GW Zubau realisiert werden. Die Konzentration auf wenige Märkte dürfte dabei sukzessive abnehmen: 2010 gab es nur 13 Länder, die über 100 MW PV installiert haben. 2015 sollen es bereits mindestens 34 Länder sein. Der Rückgang der Nachfrage in Deutschland und Tschechien werde zwar das weltweite Wachstum etwas bremsen, aber auch zu weiteren Preissenkungen führen und somit das Wachstum an anderen Stellen beschleunigen.

 

US-Unternehmen präsentiert effizienteste Dünnschicht-Solarzelle:
Der US-PV-Bauer Global Solar Energy hat auf der Bau 2011 in München das „PowerFLEX BIPV“, das effizienteste flexible Solarmodul für die Gebäudeintegration präsentiert. Das auf Kupfer-Indium-Gallium-diSelenid (CIGS)-Technologie basierende 300 Watt-Modul erreicht einen Wirkungsgrad von 12,6% – mehr als doppelt so viel wie flexible Silizium-Solarzellen. Mit einem extrem niedrigen Gewicht von 2,5 kg pro Quadratmeter bieten sich dem flexiblen Modul viele bislang unerschlossene Einsatzmöglichkeiten auf wenig tragfähigen Dächern oder Fassaden. Zudem seien auch die Installationskosten niedriger als die aller anderen derzeit existierenden flexiblen Module.

 

Energie und Öl:

 

Wirtschaftsminister hofft auf Discounter im Preiskampf gegen Ölmultis:
Bundesregierung und Verbraucherschützer kritisieren regelmäßig, so auch wieder derzeit, die Mineralölkonzerne wegen der hohen Benzinpreise. Allerdings sind die Kräfteverhältnisse klar verteilt: die Ölbranche ist eine der mächtigsten der Welt – die Appelle prallen somit an den großen Ölmultis nahezu spurenlos ab. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle erhofft sich nun eine mächtige Unterstützung: Die Discounterriesen Aldi und Lidl sollen es richten. Sie sollen sich künftig um Tankstellen erweitern und damit den Preiskampf anheizen. Aufgrund der mitunter bizarr anmutenden Preisspiralen (in der Regel nach oben) brachte der saarländische SPD-Chef Heiko Maas den Gegenvorschlag staatlich verordneter Höchstpreise bei Benzin, Öl und Gas nach dem Vorbild Luxemburgs ins Spiel ("nach einer gesetzlich definierten Formel gemäß der Preisentwicklung an den entsprechenden europäischen Börsen").

 

Ölnachfrage wird bis 2030 um 19% steigen:
Der Erdölriese BP hat mit dem „BP’s Energy Outlook 2030“ Schätzungen veröffentlicht, nach denen die weltweite Nachfrage nach Erdöl bis 2030 um weitere 19% zunehmen dürfte, in den OECD-Ländern hingegen auf den Stand von 1990 zurückgeht.

 

Elefantenkuscheln – „run“ auf das arktische Erdöl beginnt:
Der von der gigantischen Erölkatastrophe im Golf von Mexiko finanziell gebeutelte Erdölriese BP und der größte russische Ölmulti Rosneft haben eine Überkreuzbeteiligung in Höhe von jeweils 7,8 Mrd. Dollar vereinbart. Gemeinsam wollen sie nun die riesigen Öl- und Gasfelder in der russischen Arktis erschließen, zunächst auf dem russischen Festlandssockel im Nordpolarmeer (rund 5 Mrd. t Rohöl und 3.000 Mrd. Kubikmeter Erdgas). Rosneft profitiert durch den Zugang zu wichtigen Technologien und Know-how. BP wiederum erhält Zutritt zu lukrativen Förderstätten in der arktischen Region. Der russische Staat in Person Putins versicherte zudem, die Projekte steuerlich optimal zu fördern. Greenpeace warnt indes vor den unabsehbaren Folgen von Ölförderungen in der Arktis, die noch gravierendere Folgen haben könnten, als die von BP verursachte Katastrophe im Sommer 2010 – die Technik für Bohrungen unter den extremen Witterungsbedingungen gilt als noch nicht völlig ausgereift.

 

Venezuelas Ölreserven überholen Saudi-Arabien:
Neuerliche Erdölfunde in Venezuela im Volumen von 46 Milliarden Barrel haben die nachgewiesenen Gesamtreserven des südamerikanischen Landes auf 297 Milliarden Barrel ansteigen lassen. Noch 1998, zum Antritt des Präsidenten Chavez, lagen die nachgewiesenen Reserven bei 75 Mrd. Barrel. Damit hat Venezuela nun den bisherigen Spitzenreiter Saudi-Arabien mit ausgewiesenen 266 Mrd. Barrel überholt. Allerdings hat sich in Venezuela ein akuter Mangel an Technologien und Investitionen eingestellt, der zunehmend jedoch von China und Russland behoben wird.

 

Israel beansprucht Mittelmeergas für sich:
Der israelische Premier Benjamin Netanjahu will die kürzlich auf dem Mittelmeerschelf neu entdeckten Gasvorräte (450 Mrd. Kubikmeter im Wert von rund 100 Mrd. Dollar) gegen „feindliche Übergriffe“ schützen. Das Nachbarland Libanon, das sich formell immer noch im Kriegszustand mit Israel befindet, erhebt Anspruch auf einen Teil der Gasfelder Leviathan und Tamar (zusammen 650-700 Mrd. Kubikmeter), die derzeit von einem US-amerikanisch-israelischen Konsortium abgebaut werden. Der Gewinnanteil des Staates Israels an der Gasförderung soll sich indes auf 52-62% erhöhen. Die Erlöse sollen vor allem für das Bildungswesen und die nationale Sicherheit verwendet werden.

 

Ölproduktion in Alaska wieder unter Volllast:
Die wichtige Trans Alaska Pipeline war vor gut einer Woche wegen eines Lecks vorübergehend stillgelegt worden. Sie transportiert 12% der US-Produktion. Unternehmen wie BP und ConocoPhillips mussten daher ihre Produktion in Alaska um bis zu 95 Prozent zurückfahren, was spürbare Auswirkungen auf den Ölpreis hatte. Das Leck wurde nun geschlossen und die Leitung nimmt wieder den Betrieb auf. Rund 10 Barrel Öl seien ausgelaufen.

 

Forschung:

 

Umstrittene CCS-Speichertechnologie leckt im größten Versuchsprojekt:
Das weltgrößte Versuchsexperiment zur Kohlendioxid-Speicherung in unterirdischen Gesteinsschichten (CCS-Speichertechnologie / Carbon Capture and Storage) im kanadischen Saskatchewan nahe des Weyburn-Ölfeldes leckt. Bereits seit 10 Jahren wird dort das Kohlendioxid in den Boden verpresst, einerseits um die Emissionen zu reduzieren, andererseits um die Ausbeute aus dem Ölfeld zu erhöhen. Farmer berichteten zuerst von ungewöhnlicher Algenbildung, dann von in Seen hochsprudelndem Kohlendioxid und explosionsartig austretendem Grundwasser aus der Erde und nun von sterbenden Tieren. Die Consulting-Firma Petro-Find Geochem hat eine ungewöhnlich hohe Kohlendioxid-Konzentration in dem Boden festgestellt, das wegen seiner Isotopenzusammensetzung nur aus dem nahegelegenen Ölfeld stammen kann. Die Behörden wollen dies nun prüfen, ein Stopp des gigantischen Projekts käme jedoch nicht in Frage. In Deutschland hatten bereits Mitte 2010 mehrere regionale Wasserversorger vor der CSS-Technologie gewarnt: Diese würde das Trink- und Grundwasser gefährden. Bei Lecks droht den Anwohnern zudem eine ernsthafte Gefährdung. Die großen konventionellen Kraftwerksbetreiber sehen in der Technologie jedoch den rettenden Anker für Emissionsstarke (Kohle-)Kraftwerke. Ein Ausweg – nach eigenen Angaben ein „Meilenstein auf dem Weg zum Kohlendioxidfreien Kraftwerk“ – wird derzeit an dem Institut für Energiesysteme und Energietechnik an der TU Darmstadt entwickelt: Das sogenannte Carbonate-Looping (mittels Kalkstein) und das Chemical Looping. Beide Techniken nutzen natürliche Materialien, reduzieren die zur Kohlendioxid-Abscheidung nötige Energie auf weniger als die Hälfte und bedrohen im Gegensatz zur CCS-Speicherung in unterirdischen Gesteinsschichten nicht das Trinkwasser. Nach Abschluss der aktuellen Versuchsreihe soll mit dem Bau einer Demoanlage von kommerzieller Größe begonnen werden. Ab 2017 könnte dann die Serienproduktion beginnen.

 

Innovatives Hybridkraftwerk ab Mitte 2011:
Der Stromanbieter Enertrag, Vattenfall mit der Erdöl-Konzern Total errichten gemeinsam in Prenzlau/Brandenburg ein innovatives Hybridkraftwerk, mit dem ab Mitte 2011 sowohl die Stromerzeugung als auch die Speicherung von Strom mit erneuerbaren Energien möglich ist. Windkraftanlagen produzieren Strom, der bei einem Überangebot über Elektrolyse als Wasserstoff zwischengespeichert wird. Steht nicht genügend Wind zur Verfügung, kann der Wasserstoff zusätzlich durch Biogas ergänzt werden, das ebenfalls im selben Kraftwerk erzeugt wird. Die Strom- und Wärmeerzeugung erfolgt über zwei Blockheizkraftwerke. Überschüssiger Wasserstoff wird über das Berliner Tankstellennetz von Total weitergereicht.

 

Neues Helmholtz-Institut für Batterieforschung:
Das neue bundesweit einmalige Helmholtz-Institut für Elektrochemische Energiespeicherung (HIU) in Ulm (Einweihung am 17.01.2011) soll die Leistungsfähigkeit von künftigen Batterien erforschen und damit die Basis für künftige Batteriegenerationen schaffen. Forschungsschwerpunkte werden unter anderem auf den Feldern der elektrochemischen Grundlagenforschung, der Materialforschung sowie auf den Lade- und Endladevorgang liegen. Der Lithium-Ionen-Technologie soll eine Schlüsselrolle zukommen, allerdings sollen auch neue Impulse für die Batterieforschung gesetzt und kritische Rohstoffe ersetzt werden. Der jährliche Haushalt von 5 Mio. Euro kommt zu 90% vom Bund (BMBF) und zu 10% vom Land Baden-Württemberg. Das HIU fungiert als Außenstelle des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung (ZSW) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Ulm möchte sich mit dieser Forschungseinrichtung auch als Spitzenstandort für die Elektromobilität der Zukunft bewerben.

 

Bio-Kunststoffe weiterentwickelt:
Die Abteilung „Materialentwicklung“ am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm hat biobasierte Polymere, also auf nachwachsenden Rohstoffen basierende Kunststoffe, entscheidend weiterentwickelt. Biopolymere kommen also ohne Erdöl aus und sind meist biologisch abbaubar. Bisherige Biopolymere wie zum Beispiel Polymilchsäure (Polylactid, PLA) haben allerdings den großen Nachteil, dass sie spröde sind und ihre Schlagzähigkeit gering ist. Sie finden daher vor allem als Massenkunststoff bei Lebensmittelverpackungen, Blister, Flaschen und als Einweg-Geschirr Anwendung. Die Fraunhofer-Forscher entwickelten die Polymilchsäure und weitere natürliche Kunststoffe nun weiter, indem sie die Materialien mit Spinnfasern aus Cellulose (Rayon) verstärkten und somit natürliche (biobasierte) Verbundwerkstoffe kreierten. Durch diese Kombination entsteht ein Material, das komplett biobasiert und bioabbaubar ist, aber dennoch stabil. Dadurch werden weitere Anwendungsbereiche, wie beispielsweise im Automobilbau erschlossen. Der neue Werkstoff wird auf der nature.tec, der Fachschau für Nachwachsende Rohstoffe in Berlin (21. – 30. Januar) vorgestellt.

 

Tests und Angaben zum Spritverbrauch entsprechen nicht der Praxis:
Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat 216 Tests der Zeitschrift Auto-Motor-Sport 2010 zum Spritverbrauch von Neuwagen ausgewertet. Demnach ist der Spritverbrauch und damit die Klimabelastung von Autos deutlich höher als von den Herstellern angegeben, im Durchschnitt um rund ein Drittel. Ein VW-Golf GTD beispielsweise verbraucht nach Herstellerangaben 5,3 Liter auf 100 km, im Fahrtest von Auto-Motor-Sport jedoch 7,4 Liter. Hintergrund sei ein realitätsfernes Testverfahren der Fahrzeuge im Labor: Die Spitzengeschwindigkeit beträgt gerade einmal 120 km/h für wenige Sekunden, Stromverbraucher, wie Klimaanlage und Heizung sind ausgeschaltet, die Umgebungstemperaturen sind optimal und es existiert kein Windwiderstand. So hatte kürzlich auch „Der Spiegel“ berichtet, dass Porsches groß angekündigter 3-Liter-Hybrid diesen Wert nur erreichte, weil der Testzyklus mit dem Elektromotor ohne hinzu geschaltetem Verbrennungsmotor absolviert werden kann. Es stelle sich daher laut VCÖ-Experte Blum die Frage, wie viel der Effizienzsteigerung und verbesserter Umweltwerte nur auf praxisfernen Testzyklen quasi als reiner Marketingmechanismus erreicht wird.  Bei einem eigenen Testverfahren des ADAC lag der Verbrauch im Schnitt um 8,2% über den Herstellerangaben.

 

EE-Ratgeber und Informationen:

 

Ratgeber zur energetischen Gebäudesanierung für Handwerker und Experten:
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat gemeinsam mit privaten Partnern das Marketingpaket „Energie richtig einsparen: Vom Heizungskeller bis zum Dach“ für Handwerker und Experten herausgegeben. Es enthält sowohl Tipps für Beratungsgespräche von Hauseigentümern als auch weiterführende Informationen für Experten, von der umfassenden Sanierung, über den Austausch alter Heizkessel, die Integration erneuerbarer Energien bis zur Dämmung von Keller und Dach. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Themen Förderung und gesetzliche Anforderungen.

 

Kompendium zu energieeffizienten Passivhäusern 2011 erschienen:
Das Jahresmagazin „Passivhaus Kompendium“ informiert Bauherren wie Fachleute über alle Aspekte energieeffizienter Passivhäuser – von Wohngebäuden wie kleinen Einfamilienhäusern bis hin zu Nichtwohngebäuden wie Schulen und Krankenhäusern im Passivhausstandard. Der Inhalt reicht von den richtigen Lüftungs- und Heizsystemen über Dämmstoffe bis hin zur Feuchterückgewinnung. Besonderer Schwerpunkt liegt auf den Themenkomplexen Kosten, Förderung und Wertermittlung. Das Kompendium ist für 7,40 Euro erhältlich.

 

Sonstiges:

 

Deutsche Biobauern können mit heimischem Marktwachstum nicht mithalten:
Laut einer Studie der Universität Bonn ist der Umsatz mit Bioprodukten zwischen den Jahren 2000-2009 um rund 180% gestiegen. Deutschland ist der größte Absatzmarkt für Bioprodukte in Europa. Der Flächenanteil und die Zahl hiesigen Biobetriebe ist in demselben Zeitraum dagegen nur um 75% gewachsen. Die verlorenen Marktanteile betreffen vor allem Obst und Gemüse, sowie ökologisch erzeugtes Getreide und Futtermittel, deren Anbau sich zunehmend nach Osteuropa verlagern.

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