Energie & Umwelt

Informationsdienst Energie und Umwelt: KW 45

1. E-Mobility-Gipfel und VDE-Studie zur Elektomobilität:
2. Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030:
3. Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe auf 18% der Ackerfläche gestiegen:
4. Pumpspeicherkraftwerke unter die Erde verlegen:
5. Desertec und Anrainer unterzeichnen Memorandum of Understanding:
6. Neue EU-Leitlinien zum Ausbau der Windenergie in Naturgebieten:
7. Erneuerbare-Energien-Speicher geht in Pilotfertigung:
8. Blindleistungsregelungsfähige Wechselrichter erhöhen Einspeisung um 200%:
9. EU-Kommission stellt 1-Billion-Euro Energiestrategie vor:
10. DIW: Bislang schon 80 Mrd. Euro versteckte Atomsubventionen in Deutschland:
11. IKEA-Österreich senkt CO2-Ausstoß vorbildlich um beinahe 80 Prozent:
12. Panasonic steigt bei E-Autobauer Tesla Motors ein:
13. 4-Mrd.-Dollar-Schwarzhandel in Tunfisch-Industrie aufgedeckt:

E-Mobility-Gipfel und VDE-Studie zur Elektomobilität:
Anlässlich des VDE-Kongresses in Leipzig mit rund 1.500 Entscheidungsträger aus der Elektro-, IT- und Automobilindustrie sowie aus Politik und Wissenschaft hat der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) die Studie „E-Mobility: Technologien – Infrastruktur – Märkte“ herausgegeben. Demnach bleibe Deutschland zunächst Leitmarkt und Technologieführer für Elektromobiltät, obwohl China jedoch aufholt. Dadurch werde auch die Nachfrage nach Elektroingenieuren weiter steigen. 64 Prozent der befragten Verbraucher würden sich ein Elektroauto kaufen, erwarten jedoch weitere Verbesserungen bei Reichweite (69 Prozent), bei den Anschaffungskosten (53 Prozent) sowie bei den Ladezeiten der Akkus (51 Prozent). Laut den VDE-Mitgliedsunternehmen liegen die Potentiale der Elektromobilität vor allem in der Technologieführerschaft (71 Prozent) und der Stärkung des Wirtschaftsstandortes (69 Prozent). Von herausragender Bedeutung für die Markteinführung seien dabei international einheitliche Standards – 69 Prozent der Unternehmen sehen derzeit den größten Normungsbedarf bei der Ladeinfrastruktur. Der Verband hat dazu den weltweit ersten Standard für Ladestecker von E-Autos verabschiedet und in die internationalen Organisationen eingebracht.

 

Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030:
Die Bundesregierung hat die "Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 – Unser Weg zu einer bio-basierten Wirtschaft" beschlossen. 2,4 Milliarden Euro Fördermittel werden in den nächsten sechs Jahren zur Verfügung gestellt. Mittels Forschung und Innovation soll dadurch der Strukturwandel von einer erdöl- zu einer bio-basierten Industrie ermöglicht werden, was gleichzeitig Chancen für Wachstum und Beschäftigung eröffnet und auch den Klima- und Umweltschutz unterstütze. Die BioÖkonomie-Strategie soll dabei effiziente und nachhaltige Lösungen für die weltweit zu erwartende steigende Nachfrage nach Lebensmitteln, Energie und Rohstoffen aus regenerativen Quellen finden. BioÖkonomie ist die nachhaltige Nutzung von biologischen Ressourcen und umfasst eine Vielzahl von Branchen wie Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau, Fischerei und Aquakulturen, Pflanzenzüchtung, Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie die Holz-, Papier-, Leder-, Textil-, Chemie- und Pharmaindustrie bis hin zu Teilen der Energiewirtschaft. Dieser Wirtschaftssektor setzt jährlich europaweit rund 1,7 Bio. Euro um und hat rund 22 Mio. Beschäftigte (in Deutschland: 300 Mrd. Euro und 2 Mio. Beschäftigte).

 

Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe auf 18% der Ackerfläche gestiegen:
Nach Schätzungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) ist die Anbaufläche nachwachsender Rohstoffe auf rund 2,15 Millionen Hektar angewachsen. Das entspricht rund 18% der Ackerfläche. Den größten Zuwachs von 530.000 auf ca. 650.000 Hektar verzeichnete die Produktion von Energiepflanzen für Biogasanlagen. Die wichtigsten Energiepflanzen sind nach wie vor Raps für Biokraftstoffe und Mais, Getreide und Gräser für Biogasanlagen. Im Jahr 2020 könnten laut FNR-Schätzungen in Deutschland insgesamt zwischen 2,5 und 4 Millionen Hektar für den Anbau nachwachsender Rohstoffe nutzbar sein, was einen stärkeren Beitrag zu Klimaschutz, Versorgungssicherheit und neuen Perspektiven in ländlichen Räumen leisten würde.

 

Pumpspeicherkraftwerke unter die Erde verlegen:
Pumpspeicherkraftwerke sind ein integraler Bestandteil des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Mit ihnen lassen sich EE speichern, Schwankungen ausgleichen und Strom unabhängig von Witterungsbedingungen abrufen. Allerdings gibt es gegen Neubaupläne von Speicherkraftwerken immer wieder Proteste der Anwohner, da ökologisch wertvolle Gebiete von den Baumaßnahmen betroffen sind. Zudem sind günstige Standorte in Deutschland stark beschränkt, da ein Höhenunterschied von 400-800 m erforderlich ist. Einen Ausweg bietet die Verlagerung der Speicherkraftwerke unter die Erde: Alte, stillgelegte Bergwerke bieten gleichfalls eine Amplitude von mehreren hundert Metern, der Kraftwerksbau ist realisierbar und zerstört zudem keine ökologisch sensiblen Gebiete. Wissenschaftler des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) arbeiten, zusammen mit Kollegen von der Technischen Universität in Clausthal, derzeit an der Realisierung dieses Vorhabens. Nach Recherchen der Wissenschaftler sind rund 100 Bergwerke in Deutschland für diese Vorhaben geeignet. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert und vom Frauenhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik unterstützt.

 

Desertec und Anrainer unterzeichnen Memorandum of Understanding:
Die Ghorfa Arab-German Chamber of Commerce and Industry und die Industrieiniative Desertec (Dii) wollen künftig stärker zusammenarbeiten. Gemeinsam sollen die großen Chancen der erneuerbaren Energien in den Ländern das Nahen Ostens und Nordafrikas (MENA) aufgezeigt und die Potenziale dieser Zukunftstechnologien entwickelt werden. Desertec will sowohl die Anrainer als auch Europa bis 2050 mit Investitionen in Höhe von 400 Mrd. Euro in bedeutendem Maß mit regenerativer Energie aus Wüstenstrom versorgen – für die Anrainer ist zudem die umweltfreundliche Meerwasserentsalzung zur Trinkwassergewinnung essentiell. Ghorfa-Generalsekretär Abdulaziz Al-Mikhlafi: „Von Abu Dhabi bis Marokko haben fast alle arabischen Regierungen inzwischen ehrgeizige Pilotprojekte zum Aufbau regenerativer Stromerzeugung gestartet. Ob bei Masdar City (Abu Dhabi), Kuraymat (Ägypten) oder Desertec: Überall sind deutsche Technologie und Know-how mit an Bord.“ Dii-Chef Paul van Son: „Die Herausforderungen der Zukunft können wir nur gemeinsam und in enger Partnerschaft mit den Ländern der MENA-Region meistern. Um das Ziel unserer Initiative, eine wirkliche Win-Win Situation für EUMENA, zu erreichen, brauchen wir diese enge Kooperation mit unseren arabischen Partnern. Wir freuen uns, dass wir hierbei nun auf die Unterstützung einer starken und hoch angesehenen Institution wie der Ghorfa bauen können.“

Neue EU-Leitlinien zum Ausbau der Windenergie in Naturgebieten:
Die EU-Kommission hat neue Leitlinien für den Ausbau von Windenergie in geschützten „Natura-2000“ Naturgebieten herausgegeben. Natura 2000 ist ein EU-Instrument zum Schutz biologischer Vielfalt. Darin sind 26.000 besondere Schutzgebiete in den EU-Mitgliedstaaten mit einer Gesamtfläche von 18% der EU ausgewiesen (850.000 Quadratkilometer). Da die EU-Kommission einen Ausbau der EE auf 20% bis 2020 anstrebt, galt es, mögliche Konflikte zwischen den beiden Zielen zu klären. Demnach wird der Bau von Windkraftanlagen in Natura-2000-Gebieten grundsätzlich nicht ausgeschlossen, sondern unterliegt dort jeweils einer Einzelfallbewertung – grundlegend ist eine nachhaltige Bewirtschaftung und ein nachhaltiger Umgang mit der Natur. Grundsätzlich wird in dem Leitfaden das Vorgehen bei Windenergieprojekten in Natura-2000-Gebieten und deren Randgebieten erläutert und wie die Umweltbewertung stattzufinden hat.

 

Erneuerbare-Energien-Speicher geht in Pilotfertigung:
Eine Kooperation von Fraunhofer ISE und ISIT mit Dispatch Energy Innovations GmbH startet mit der Pilotfertigung leistungsstarker Energiespeicher für Erneuerbare Energien. Dispatch Energy hat sich auf die Forschung, Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von elektrochemischen Stromspeichersystemen auf Basis der Lithium-Ionen Polymer-Technologie spezialisiert. Die Kooperation hat ein Batteriekomplettsystem der „Black Diamond Serie“ mit einer Kapazität von fünf Kilowattstunden für dezentrale gebäudeintegrierte PV-Anlagen entwickelt. Durch die Zwischenspeicherung des Solarstroms wird die Eigennutzung des erzeugten PV-Stroms auch in der Nacht ermöglicht. Das System ist dabei tiefentladungs- und überladungssicher und mit einem Wirkungsgrad von über 95% deutlich effizienter als derzeit verfügbare Speichertechnologien. Informationen über den verfügbaren Stromvorrat lassen sich wahlweise per Touchscreen, Laptop oder Smartphone abrufen. Dr. Matthias Vetter vom Fraunhofer ISE: „Aufgrund der sehr hohen Zyklenfestigkeit, der kalendarischen Lebensdauer der Zelltechnologie und dem ausgefeilten modularen Systemkonzept mit integriertem Batteriemanagementsystem ist es möglich, den Batteriespeicher über die heute übliche Lebensdauer einer Photovoltaik-Anlage effizient zu nutzen. Damit passt sich das Batteriesystem auch an die garantierte Lebensdauer der übrigen Komponenten einer netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage an.“ Die Serienproduktion soll Mitte 2011 beginnen. Da die Zellen zu Batteriemodulen verschaltet werden, lassen sich Batteriesysteme mit unterschiedlichem Energieinhalt herstellen.

 

Blindleistungsregelungsfähige Wechselrichter erhöhen Einspeisung um 200%:
Eine neue Wechselrichter-Generation senkt den Aufwand für den Ausbau der Verteilernetze aufgrund der Anbindung der zunehmenden Photovoltaik-Anlagen deutlich. So bestätigt Günther Cramer, Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft, dass eine „Erhöhung der Einspeisung um 200 Prozent durch innovative Wechselrichtertechnologie möglich ist". Auch die Beratungsfirma Roland Berger hatte kürzlich in einer Studie nachgewiesen, dass die Stromnetze diesen ambitionierten Ausbau der Solarstrom-Erzeugung gut bewältigen können. Selbiges von Prof. Dr.-Ing. Martin Braun vom Fraunhofer IWES: „Unsere Netzberechnungen zeigen, dass die Photovoltaik-Aufnahmefähigkeit der Niederspannungsnetze durch die Bereitstellung von Blindleistung deutlich erhöht und in einigen Fällen auch mehr als verdoppelt werden kann.“ Im Nationalen Aktionsplan für Erneuerbare Energien der Bundesregierung ist ein Ausbau der Photovoltaik in Deutschland auf 52 GW im Jahr 2020 vorgesehen.

 

EU-Kommission stellt 1-Billion-Euro Energiestrategie vor:
Die Europäische Kommission hat am Mittwoch ihre Strategie „Energie 2020“ für den europäischen Energiemarkt vorgelegt. Demnach müssen bis 2020 insgesamt 1 Billion Euro für die Neuordnung der Energiepolitik aufgebracht werden. Die nun anstehenden Entscheidungen für eine breitere Palette von Energiequellen, die Modernisierung und den Bau von Anlagen und für grenzüberschreitende intelligente Stromnetze seien mindestens für die kommenden 30 Jahre prägend. Wer, so EU-Energiekommissar Oettinger, Entscheidungen auf die lange Bank schiebe, werde die Folgen bei der Versorgungssicherheit und den langfristigen Kosten zu spüren bekommen. Die vorgelegte Strategie Energie 2020 wird als Grundlage für ein EU-Gipfeltreffen im Februar 2011 dienen und umfasst fünf Schwerpunkte: Energieeffizienz, Aufbau eines funktionierenden Energiemarkts, Verbraucherschutz und Versorgungssicherheit, Energietechnik sowie Energieaußenpolitik. Der kostenintensive Aufbau der Netze soll von der EU gefördert werden. Von besonderer Bedeutung seien auch Energieeinsparungen, vor allem bei Gebäuden – die Bundesregierung hat in ihrem rückwärtsgewandten Energiekonzept auch diesen Punkt wieder zurückgefahren, obwohl das Potential der Effizienzsteigerung hier unbestreitbar groß ist. So wird es 2011 nach dem Willen von Schwarz-Gelb weniger Mittel zur energetischen Sanierung von Gebäuden geben, als bislang vorgesehen. Zudem war ursprünglich angedacht worden, unterlassene Sanierungsmaßnahmen ab einem gewissen Zeitpunkt den Hausbesitzern zur Last zu legen, also das Prinzip Anreiz und Bestrafung – auch dies wurde in dem neuen Energiekonzept geändert. Ursprünglich war dies als nötig erachtet worden, da die erhöhten Heizkosten von unsanierten Altbauten ja allein dem Mieter zufallen, so dass der säumige Vermieter für SICH keinen Handlungsbedarf sieht. Da aber auf Gebäude rund 40% des deutschen Energieverbrauchs entfallen und dies ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, ist dies von höchster Relevanz. Den Erkenntnissen der Lerntheorie folgend muss also einer ersten Phase von Anreizen und Förderungen eine Phase mit Sanktionen folgen, um Blockierer zum Einlenken zu bewegen, damit das Ziel der Energieeffizienzsteigerung letztendlich erreicht werden kann. Das schwarz-gelbe Energiekonzept gerät somit in seinen einzelnen Bestandteilen zunehmend zwischen die Mühlen des Bundesrates, der Bevölkerung, der Kommunen und der EU.

 

DIW: Bislang schon 80 Mrd. Euro versteckte Atomsubventionen in Deutschland:
Der „günstige“ Atomstrom als notwendige Brückentechnologie ist vorichtig ausgedrückt eine Illusion: Hatte kürzlich Greenpeace errechnet, dass die Atomenergie in Deutschland von 1950-2010 mit insgesamt rund 204 Milliarden Euro staatlich gefördert wurde, legte nun das renommierte Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) seine Zahlen hierzu vor. Das DIW kommt auf eine Summe von immerhin 80 Mrd. Euro – bestehend aus Steuervorteilen und Forschungsgeldern. Das ist das 400-fache des insgesamt in den Subventionsberichten der Bundesregierung ausgewiesenen Betrages von 200 Mio. Euro – diesen liegt ein enger gefasster Subventionsbegriff zu Grunde. Bei einer realen Kostenkalkulation könnten Erneuerbare Energien schon heute vielfach mit der Strahlungsindustrie mithalten.

 

IKEA-Österreich senkt CO2-Ausstoß vorbildlich um beinahe 80 Prozent:

IKEA Österreich hat innerhalb von nur drei Jahren seine CO2-Emissionen um fast 80% gesenkt. Grundlegend war eine Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien von 27% auf 76% (100% bei der Stromerzeugung) sowie massive Energieeinsparungen. Vor drei Jahren wurde beschlossen, rund 3 Mio. Euro in Maßnahmen zu investiert, die die Energieeffizienz verbessern, den Wasserverbrauch reduzieren und den Weg in Richtung 100% Erneuerbare Energie fortsetzen. Ziel von IKEA Österreich war es, den CO2-Ausstoß um 15% zu reduzieren. Letztendlich ist aber eine Senkung von 9.695 auf 1.948 Tonnen CO2 gelungen – das sind beachtliche 80%. Über eine Million Euro hat IKEA zudem investiert, damit alle Standorte in Österreich leicht mittels öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden können (Haltestellen errichtet und Buslinien finanziert). Die kostengünstigen Leihtransporter wurden zudem eigens für IKEA auf Erdgasbetrieb umgerüstet. Auch die Unternehmensflotte an Firmenwagen wurde mittlerweile zu über der Hälfte auf abgasarme Typen mit einem CO2-Ausstoß unter 120 g pro km umgerüstet – ein Großteil sind Hybridautos. IKEA Österreich Country Managerin Giny Boer: „In den kommenden drei Jahren gilt es, den guten Status quo zu halten und gleichzeitig das Bewusstsein für Umweltthemen zu vertiefen. Wir werden weiter investieren. Wir wollen aber auch eines ganz klar: Zeigen, dass JEDER und JEDE einen Unterschied für den Klimaschutz machen kann.“

 

Panasonic steigt bei Elektro-Autobauer Tesla Motors ein:

Bereits Anfang des Jahres hatte Tesla Motors bekannt gegeben, künftig seine Batterien von Panasonic zu beziehen. Nun hat sich Panasonic entschlossen, bei dem kalifornischen Elektroautopionier einzusteigen. Tesla Motors hofft von der Partnerschaft vor allem, günstigere Akkus beziehen zu können. Panasonic bietet zurzeit die Lithium-Ionen-Akkus mit der höchsten Energiedichte am Markt an. Demnächst bringt Tesla einen Nachfolger seines durch Reichweite und Beschleunigung glänzenden Tesla Roadsters heraus (der Roadster basiert auf der Plattform des Lotus Elise, Reichweite: 200-330 km, 290 PS, 400 Nm ab null Umdrehungen, Beschleunigung von 0 auf 100 in 4,3 sek., Gewicht der Lithium-Ionen-Akkus: 450 kg, Haltbarkeit der Akkus: 160.000 km, Preis: 128.520 Euro). In einer neuen Fabrik in Fremont im Norden des US-Bundesstaates Kalifornien will Tesla Motors ab 2012 jährlich 20.000 Autos seiner neuen Modellreihe Model S bauen. Die Fabrik eines ehemaligen und beendeten Joint Ventures von General Motors und Toyota (Nummi) hat jedoch Kapazitäten von bis zu 500.000 Autos im Jahr.

 

4-Mrd.-Dollar-Schwarzhandel in Tunfisch-Industrie aufgedeckt:
Das für seinen Enthüllungsjournalismus bekannte und anerkannte internationales Netzwerk investigativer Journalisten (ICIJ) hat einen Skandal um den internationalen Schwarzhandel mit dem lokal im Mittelmeer vom aussterben bedrohten Blauflossentunfisch (auch Roter Tunfisch) im Wert von 4 Milliarden US-Dollar aufgedeckt. Damit werden Warnungen des WWF bestätigt, dass die Fischerei allgemein, aber besonders auch im Mittelmeer außer Kontrolle geraten ist. Die derzeitigen Fangdokumentationen durch die verantwortlichen Organisationen seien demnach völlig unzureichend. Karoline Schacht, WWF Fischereiexpertin: „Kein Unternehmen, keine Verbraucher und keine Regierung kann sicher sein, dass sie es mit legal gefangenem und gehandeltem Blauflossentunfisch zu tun haben – die gesamte Produktionskette ist unterwandert.“ Der WWF fordert, künftig ausschließlich handwerkliche Fischerei auf Roten Tunfisch zu erlauben und die Fangmengen auf maximal 6.000 Tonnen pro Jahr zu beschränken. In den Laichgebieten müssten zudem fischereifreie Schutzzonen eingerichtet werden, um eine Erholung der Tunfischbestände zu ermöglichen. Vom 17. bis 27. November findet in Paris eine Konferenz der Internationalen Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfischs (ICCAT) statt, um über die Bewirtschaftung und die Erholung dieser Art zu entscheiden. 

 

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