Technologie

Informationsdienst Technologie und Innovationen: KW 43

1. Fraunhofer-Gesellschaft vereinbart weitreichende Kooperation in Chile:
2.
Nanotechnologie | Wichtige Erkenntnis bei Aluminiumoxid-Nanodrähten:
3. Akustische Kamera macht erstmals Schallwellen sichtbar:
4. Meilenstein auf dem Weg zu neuartigen künstlichen photosynthetischen Systemen:
5. Neue Generation von Akkus in der Entwicklung:
6. ADAC drängt auf Verbesserungen der Crashtest-Standards:

Informationstechnik:
7. Internet | Nur ein Drittel der Weltbevölkerung hat Zugang zum www:
8. Bundesregierung will hochleistungsfähige Breitbandnetze ausbauen:
9. IT | Neue Programmiersprache entwickelt:
10. Mobiles Shopping hat die Milliardengrenze längst geknackt:
11. Soziale Netzwerke aus Sicherheitsgründen am Arbeitsplatz gesperrt:
12. Wiki-Watch macht Wikipedia-Artikel transparenter:
13. Google-Manager schämt sich für illegal gesammelte private Daten:
14. Lotus Symphony 3 | Kostenloses IBM-Office verbessert:
15. IT | Fraunhofer generiert Grundlagen für das Multicore-Zeitalter:

Weltraumtechnik:
16. Russisch-französische Kooperation bei der Weltraumforschung:
17. Esa will ab 2012 das Magnetfeld der Erde detaillierter untersuchen:
18. Satellitensystem Galileo wird von Deutschland und Italien aus gesteuert:
19. Digitale Kommunikationssatelliten erfolgreich gestartet:

 

Fraunhofer-Gesellschaft vereinbart weitreichende Kooperation in Chile:
Die Fraunhofer-Gesellschaft, die mit 80 Forschungseinrichtungen und einem jährlichen Forschungsvolumen von 1,6 Mrd. Euro größte Organisation für angewandte Forschung in Europa, hat mit dem chilenischen Wirtschaftsministerium eine weitreichende Kooperation vereinbart. In Santiago de Chile soll nun ein neues Forschungszentrum entstehen, das „Fraunhofer Center for Systems Biotechnology“. Die Systembiotechnologie zielt darauf ab, komplexe und dynamische Vorgänge in Zellen, Organismen oder Ökosystemen auf Systemebene zu verstehen, im Computer weitgehend nachzubilden und mathematisch zu simulieren. Schwerpunkte werden Schnelltests und Impfstoffe für Aquakulturen, das Entfernen von Schadstoffen wie Pestizidrückstände aus Getränken oder Abwässern mit Hilfe von Nanotechnologien, sowie die optimierte Nutzung von Biomasse zur Energiegewinnung sein. Das nun beschlossene Projekt ist die erste internationale Kooperation, die vom chilenischen Wirtschaftsministerium Forschungsgelder zugesichert bekommen hat.

 

Nanotechnologie | Wichtige Erkenntnis bei Aluminiumoxid-Nanodrähten:
An der LMU in München ist einem internationalen Forscherteam aus Korea, Israel, USA und Deutschland erstmals die hochauflösende Beobachtung der Entstehung von Aluminiumoxid-Nanodrähten in atomarer Auflösung und in Echtzeit gelungen. Die hauchdünnen Nanodrähte werden beispielsweise in der Elektronik, Optik und Medizintechnik eingesetzt und leisten einen entscheidenden Beitrag, die Geräte kompakter und leistungsfähiger zu machen. Bislang waren jedoch die genauen Vorgänge in dem zweistufigen Prozess des Wachstums der Aluminiumoxid-Nanodrähte im Detail noch unbekannt. Laut den Forschern hätte man ohne die nun gelungenen hochauflösenden Aufnahmen die atomaren Prozesse nicht aufklären können. Dieses detaillierte Verständnis der Entstehung von Nanodrähten ist jedoch die Voraussetzung für die gezielte Manipulation ihres Wachstums und somit für die gezielte Weiterentwicklung der entsprechenden Technologien.

 

Akustische Kamera macht erstmals Schallwellen sichtbar:
An der Hochschule Emden/Leer wurde ein neuartiges Messgerät zur Visualisierung und Analyse von Schallwellen entwickelt. Mit Hilfe der akustischen Kamera können beispielsweise unvorhergesehene Schwingungen in Motoren erkannt und beseitigt werden. Dabei wird ein farbcodiertes Abbild der Schallemissionen erzeugt, ähnlich wie bei einer Wärmebildkamera. Dafür nimmt eine Digitalkamera das vibrierende Objekt auf, während eine hochkanalige Anordnung von Mikrofonen die ausgestrahlten Schallwellen aufnimmt. Eine spezielle Software integriert die Werte dann in einer gemeinsamen Schallkarte. Mit den Ergebnissen lassen sich insbesondere auch die Motoren im Automobilbereich und im Schiffsbau optimieren.

 

Meilenstein auf dem Weg zu neuartigen künstlichen photosynthetischen Systemen:
Ein internationales Forscherteam aus Spanien, den USA, Irland, Frankreich und Russland haben einen neuen Ansatz zur Steigerung der Lichtausbeute für Photosynthesesysteme entwickelt. Sie haben das photosynthetische Reaktionszentrum einer Purpur-Alge mit einem anorganischen Nanokristall als „Antenne“ zum Einfangen von Licht ausgestattet. Die Antenne, ein Komplex aus Proteinen und Pigmenten, sorgt für die Absorption des Lichtes, so dass die Lichtenergie in einen elektronisch angeregten Zustand überführt wird. Diese Energie kann dann anschließend an spezielle Chlorophyll-Cofaktoren weitergereicht werden, wo dann letztendlich die zellulären Energiespeicher wie ATP hergestellt werden. Bisherige künstliche Antennen hatten bislang den Nachteil, dass sie einen viel zu schmalen Wellenlängenbereich des Sonnenlichts einfangen und zudem unter längerer Bestrahlung instabil sind. Dieses Problem wurde mit dem neuen Ansatz, fluoreszierende anorganische Quantenpunkte (nanoskopische Kristalle) anstatt organischer Moleküle als Antennen zu verwenden, gelöst. Die Kopplung von künstlichen Antennen-Quantenpunkte an das photosynthetische System von Purpurbakterien bedeutet einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu neuartigen künstlichen photosynthetischen Systemen. Weitere Informationen hier.

 

Neue Generation von Akkus in der Entwicklung:
Der Forschungsarm des Pentagons, die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), will Salzkorn-große Akkus entwickeln, um eine geeignete Stromversorgung beispielsweise für Mikrosensoren zu generieren. Die Lithium-Ionen-Akkus der neuen Generation sollen so kompakt aber dennoch so leistungsstark werden wie nie zuvor. Nanodrähte sollen dabei das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen und damit auch die erreichbare Energiedichte möglichst groß werden lassen. Forscher an der University of California in Los Angeles (UCLA) arbeiten derzeit an einem neuen Elektrolyt, durch das der Strom zwischen den Elektroden fließen soll. Momentan wird ein Lithium-Aluminiosilikat als neues Elektrolyt getestet.

 

ADAC drängt auf Verbesserungen der Crashtest-Standards:
Der ADAC hat in umfangreichen Test nachgewiesen, dass die Crashtests nach dem Euro-NCAP-Standard praxisfern sind. Bei eigenen Tests ergab eine Kollision mit 40 Prozent Überdeckung und jeweils 56 km/h Geschwindigkeit, dass die beiden als überdurchschnittlich sicher geltenden Testautos (Peugeot 308 und Ford Fiesta) gegenseitig die Energie aufnehmenden tragenden Strukturen des anderen Autos verfehlen. Dadurch steigt das Verletzungsrisiko deutlich an, weil sich die Fahrzeuge nicht optimal gegeneinander abstützen und die Knautschzonen teilweise ungenutzt bleiben. Die Fahrzeughersteller sollten somit laut ADAC dem Problem der Kompatibilität – also dem Zusammenwirken von Fahrzeugen im Crash – verstärkt Aufmerksamkeit schenken. Um die Gefahr bei Unfällen mit unterschiedlicher Überdeckung zu reduzieren, müssen die Frontstrukturen besser aufeinander angepasst und die Querträger stabiler gemacht werden. Die Schutzstrukturen sollten zudem in ihrer Höhe einen größeren Bereich abdecken und über die gesamte Fahrzeugbreite wirken können.

 

Informationstechnik:

 

Internet | Nur ein Drittel der Weltbevölkerung hat Zugang zum www:
Laut der neuesten Studie der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) anlässlich des Welttages der Statistik besitzen mit dem Ende des Jahres 2010 mehr als zwei Milliarden der insgesamt rund sieben Milliarden Menschen Zugang zum Internet. Die Zahl derjenigen, die sich dabei von zu Hause aus ins Netz einloggen können, ist von 1,4 Milliarden 2009 auf beinahe 1,6 Milliarden 2010 gestiegen – 162 Millionen dieser 226 Millionen im Laufe des Jahres 2010 neu hinzugekommenen Internetnutzer leben in Entwicklungsländern. In den Entwicklungsländern sind im Durchschnitt 21% der Bevölkerung online (Afrika 9,6%), in den Industrieländern 71% (Europa 65%). Auch der Ausbau der mobilen Kommunikationsdienste ist weiter vorangeschritten: Rund 90 Prozent der Weltbevölkerung haben Zugang zu diesen Diensten, die in 143 Ländern angeboten werden.

 

Bundesregierung will hochleistungsfähige Breitbandnetze ausbauen:
Die Bundesregierung hat in der Anfang der Woche veröffentlichten IT-Strategie mit dem Titel „Deutschland Digital 2015“ angekündigt, bis zum Jahr 2014 mindestens drei Viertel aller deutschen Haushalte mit schnellen Internetverbindungen zu versorgen. Durch den Ausbau der hochleistungsfähigen Breitbandnetze sollen bis zum Jahr 2020 eine Million Arbeitsplätze europaweit entstehen können. Laut dem Dokument sollen bei dem geplanten Ausbau so viele Anbieter wie möglich zum Zuge kommen.

 

IT | Neue Programmiersprache entwickelt:
An der Universität Bremen hat die Arbeitsgruppe Rechnerarchitektur eine neue Programmiersprache entwickelt, um den modernen technologischen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Programmiersprachen sind die zentralen Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine, da selbst moderne Computer menschliche Sprachen wie Englisch oder Deutsch nicht vollständig verarbeiten können, da diese Sprachen nicht eindeutig genug sind. Die Programmiersprache „SyReC“ ermöglicht nun, sehr komplexe Systeme für reversible Schaltungen zu beschreiben. Dabei handelt es sich um Schaltungen, bei denen Operationen auch in umgekehrter Richtung ausgeführt werden können und die Anwendung beim Entwurf von Systemen mit sehr geringem Energieverbauch (Low Power Systemen) und auch Quantencomputern Anwendung finden. Diese Technologien werden bisherige Computer künftig ersetzen oder zumindest nachhaltig ergänzen. Die neue Programmiersprache war nun bereits auf der internationalen Fachtagung Forum on Design Languages (FDL) Mitte September mit dem „Best Paper Award“ ausgezeichnet worden.

 

Mobiles Shopping hat die Milliardengrenze längst geknackt:
Laut Branchenexperten haben die in den vergangenen zwölf Monaten die Umsätze über mobile Geräte merklich zugenommen. Ursächlich sind nicht nur die zunehmende Verbreitung von Smartphones, sondern auch die zunehmend bequemeren und sichereren Bezahlverfahren, die von den Onlinehändlern angeboten werden. So rechnet allein der Online-Marktplatz Ebay in diesem Jahr mit 1,5 Milliarden Dollar Warenumsatz über mobile Applikationen. 2009 waren es noch 600 Mio. Dollar. Das neue Betriebssystem Windows Phone 7 würde diesen Trend noch beschleunigen.

 

Soziale Netzwerke aus Sicherheitsgründen am Arbeitsplatz gesperrt:
Mehrere deutsche Großkonzerne haben aus Sicherheitsgründen den Zugang zu Facebook und anderen sozialen Netzwerke wie etwa Twitter gesperrt. Hintergrund ist sowohl Angst vor Wirtschaftsspionage und Sicherheitslücken sowie auch Gründe der Produktivität. Waren früher noch Emails das Haupteinfallstor für schädliche Software (Viren, Trojaner etc.), sind es mittlerweile vornehmlich die sozialen Netzwerke. Die Commerzbank, Volkswagen und Porsche haben beispielsweise vor allem aus Angst vor Sicherheitslücken und Daten- und Wirtschaftsspionage zahlreiche Social-Media-Angebote, wenn nicht sogar die gesamte Nutzung der Dienste gesperrt. Daimler hingegen argumentiert offen mit der Produktivität, weshalb die Nutzung dieser Dienste während der Arbeitszeit untersagt wurden.

 

Wiki-Watch macht Wikipedia-Artikel transparenter:
Für die deutsche Ausgabe des Online-Lexikons Wikipedia haben Medienrechtler der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder ein zusätzliches Modul entwickelt, das hilft, die Zuverlässigkeit und Qualität von Wikipedia-Artikeln besser einzuschätzen. „Wiki-Watch“ gibt kostenlos zusätzlich zu den Artikeln statistische Daten an, wie beispielsweise die Autorenzahl, die Anzahl der Quellenangaben, ob Artikel geändert wurden oder wann Teile gelöscht worden sind.

 

Google-Manager schämt sich für illegal gesammelte private Daten:
Alan Eustace, der Senior Vice President Engineering & Research, hat angekündigt, Google werde den Schutz der Privatsphäre seiner Kunden verbessern und künftig alle 23.000 Mitarbeiter auf Basis einer eigenen Datenschutz-Richtlinie schulen. Bis Mai 2010 hatten Google-Street-View-Autos mit ihren Scannern auch WLAN-Daten gesammelt. Wie sich herausstellte wurden dabei aber nicht nur Daten wie der Netzwerkname (SSID) ausgelesen, sondern auch Inhalte, insgesamt 600 Gigabyte in 30 Ländern. Wie Google nun erklärt, waren darunter nicht nur „Fragmente der Kommunikationsinhalte (payload data)“, sondern auch komplette E-Mails, URLs und sogar Passwörter. Eustace hat sich nun entschuldigt, man schäme sich und wolle die Informationen so schnell wie möglich löschen. Künftig müsse auch jeder Projektleiter schriftlich festhalten, welche Nutzerdaten bei einem Projekt wie verwendet würden, was dann von einem internen unabhängigen Überwachungsteam überprüft werden soll.

 

Lotus Symphony 3 | Kostenloses IBM-Office verbessert:
Der IT-Gigant IBM hat die dritte Version seiner kostenlosen Bürosuite aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm fertiggestellt. Das um zahlreiche Funktionen sowie in der Bedienoberfläche stark modifizierte Lotus Symphony 3 basiert auf dem aktuellen Code von Open Office. Zusätzlich wurde mit Hilfe eines neuen LotusLive-Plug-in der direkte Zugriff auf IBMs Cloud-Angebote verbessert. Lotus Symphony 3 wird für Windows, Linux und Mac OS X kostenlos angeboten.

 

IT | Fraunhofer generiert Grundlagen für das Multicore-Zeitalter:
Die fünf Fraunhofer-Institute IAO, ITWM, IESE und SCAI haben ihre Kompetenzen gebündelt, um Methoden und Werkzeuge für die Entwicklung von Multicore-Software zu erarbeiten und Unternehmen dadurch methodische und anwendungsbezogene Hilfestellungen beim Übergang ins Multicore-Zeitalter zu geben. Da die Entwickler bei der Optimierung von Prozessoren nahe an die Schwelle des physisch machbaren herangekommen sind, werden nun Chips mit mehreren Prozessorkernen produziert, sogenannte Multicores. Performanzgewinne kann man bei dieser Methode allerdings ausschließlich durch die gleichzeitige Abarbeitung mehrerer Befehle erzielen. Hierfür muss eine spezielle Software die Ausführung auf Multicore-Prozessoren optimieren. In der englischsprachigen Studie und Marktübersicht "Tools for Multicore Software Development" (kostenlos) werden nun Werkzeuge für die Multicore-Softwareentwicklung in den Bereichen Profiling, Entwicklung, Debugging und Tuning vorgestellt. Die Ergebnisse sind nicht nur für bestehende Software relevant, sondern eignen sich auch für die Parallelisierung bei der Entwicklung neuer Software.

 

Weltraumtechnik:

 

Russisch-französische Kooperation bei der Weltraumforschung:
Anlässlich der wissenschaftlichen Konferenz „Russisch-französische Kooperation bei der Weltraumforschung“ im Institut für Weltraumforschung in Moskau, haben die beiden Länder umfangreiche Kooperationsprojekte vereinbart. Das Programm „Ural“ sieht die gemeinsame Entwicklung von Trägerraketen vor. Die gemeinsame Konzeption der wichtigsten Weltraumtechnologien wie etwa Triebwerke, Steuerungssysteme und Startkomplexe sollen zu einer gegenseitigen Annäherung der technischen Kulturen der russischen und der europäischen Hersteller führen. Das Ziel besteht in dem Aufbau eines effizienten, zuverlässigen und umweltfreundlichen Systems für sichere Starts und eine normgerechte Bedienung von Satelliten und Raumstationen bis zum Jahr 2020. Im Rahmen des gemeinsamen Projektes „Resonanz“ wollen die beiden Länder zudem ab dem Jahr 2014 mittels vier Satelliten die innere Magnetosphäre der Erde genauer untersuchen.

 

Esa will ab 2012 das Magnetfeld der Erde detaillierter untersuchen:
Die Erde erzeugt, ähnlich wie ein Dynamo, ein riesiges Magnetfeld, das sämtliches irdisches Leben vor den Strahlungs- und Teilchenströmen der Sonne schützt. Der genaue Aufbau des irdischen Magnetfelds ist jedoch noch weitestgehend unbekannt. Daher will die europäische Raumfahrtagentur Esa 2012 drei Satelliten ins All schicken, die genauere Vermessungen des Magnetfelds vornehmen sollen. Die Mission „Swarm“ ist Teil des „Living Planet“-Programms der Esa. Das Magnetfeld der Erde wechselt durchschnittlich alle 250.000 Jahre seine Ausrichtung und polt sich um, wodurch seine Leistungskraft zwischenzeitlich beträchtlich nachlässt. Die letzte derartige Umpolung fand vor 780.000 Jahren statt, ein erneuter Wechsel ist daher überfällig.

 

Satellitensystem Galileo wird von Deutschland und Italien aus gesteuert:
Das ab 2014 im Betrieb befindliche europäische Satellitensystem Galileo wird von dem deutsch-italienischen Gemeinschaftsunternehmen Spaceopal und somit von Deutschland und Italien aus gesteuert. Spaceopal gehört zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie zu der auf Satellitendienste spezialisierten Telespazio aus Rom. Die 18 (später bis zu 30) Satelliten werden dann aus dem bayerischen Oberpfaffenhofen sowie vom zweiten Spaceopal-Standort bei Rom aus gesteuert. Der Vertrag hat ein Volumen von 194 Millionen Euro.

 

Digitale Kommunikationssatelliten erfolgreich gestartet:
Eine russische Sojus 2.1a-Trägerrakete hat von Bajkonur aus sechs Globalstar-2-Kommunikationssatelliten in den Orbit in 1.400 km Höhe gebracht. Das digitale Satellitensystem Globalstar basiert auf insgesamt 46 Satelliten. 18 weitere sollen in der ersten Jahreshälfte 2011 folgen. Globalstar ist ein internationaler Zusammenschluss weltweit führender Telekommunikationsuntrenehmen. Die Globalstar-2-Satelliten werden von der europäischen Thales Alenia Space gebaut und sollen eine Verbesserung für Telefon und Datenübertragungs-Dienstleistungen für mehr als 120 Länder bringen.

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