Wirtschaft

Informationsdienst Wirtschaft, Energie und Unternehmen: 10.08.2011

Förderung: Modernisierung der Bahnhöfe Hessens
Bis 2019 sollen 93 Bahnhöfe in ganz Hessen modernisiert und ausgebaut werden. Zu diesem Zweck wurde eine Investitionssumme von insgesamt 258 Millionen Euro vereinbart. Der hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Dieter Posch sagte zu dem Anlass, dass vor allem die Reisenden von der Invesititon in die Infrastruktur der Bahnhöfe profitieren werden und wendet sich an die Kommunen: „Dies ist Angebot und Chance für die Kommunen, sich zu beteiligen und die Maßnahmen zu komplettieren“. Die Bahn wird insgesamt 129 Millionen Euro für das Projekt bereit stellen. Vor allem der Bau von Aufzüge, Rampen und Zuwegen sind vorgesehen. Minister Posch gibt an, dass die Infrastrukturmaßnahmen vor allem durchgeführt werden um der zukünftigen demographische und wirtschaftlichen Entwicklung gerecht zu werden. (vollständiger Artikel: hier)

Hamburg: Die Europäischen Umwelthauptstadt mit Vorbildcharakter
Die freie Hansestadt Hamburg ist die europäische Umwelthauptstadt 2011. Durch seine großen Anstrengungen in Bereichen wie Umweltschutz, Sauberkeit des Trinkwassers, der Reduzierung des CO2 Ausstoßes oder dem rigorosen Ausbau der Radwege, konnte sich die deutsche Stadt den Titel für 2011 sichern. Seit ihrer Ernennung hat die Stadt Hamburg neben ihrem „Zug der Ideen“ ihre Anstrengungen für eine Grüne Großstädt weiter fortgesetzt. Projekte wie das Null-Energie Haus, die Straßenbaum Initiative „Mein Baum, Meine Stadt“, sowie detaillierte Informationen über die Themen Klima & Energie, Nachhaltiger Konsum, Mobilität, Natur & Stadtgrün, Ressourcenschutz & Wirtschaften und Stadtentwicklung & Wohnen bringen die Lösung von Umweltproblemen in Großstädten weiter voran.  (vollständiger Artikel: hier)

Dortmund: Keine Berührungsängste bei arbeitslosen Fachkräften
Lange Zeit hegten die Unternehmen Vorurteile gegenüber arbeitslosen Fachkräften aus Angst vor niedriger Grundqualifikation und Beschäftigungsfähigkeit. Nun sieht es so aus als ob die Unternehmen ihre Vorurteile abgelegt hätten. Eine Umfrage der Unternehmen hat ergeben, dass 17,3% der Dortmunder IT-Branche ihren Fachkräftebedarf mit Angestellten stillen, die vormals arbeitslos waren. In anderen ist dieser Wert sogar deutlich höher. Bei der Logistik sind es 25,7% und Produktionswirtschaft 26,7%. Das Ergab eine Studie, bei der 550 Dortmunder Unternehmen befragt wurden. Die Wirtschaftsförderung in Dortmund will die Wiederintegration von arbeitslosen Fachkräften weiter antreiben. Langfristig hofft die Stadt Dortmund ihre Arbeitslosenquote auf 10% reduzieren. (vollständiger Artikel: hier)
 

Anonymous: We kill Facebook on November the 5th
Die Hacker Aktivisten Anonymous haben in einem Youtube Video „Operation Facebook“ angekündigt. Es werden keine genaueren Informationen darüber geliefert neben der Absicht, Facebook töten zu wollen. Facebook soll private Informationen seiner User an Regierungen wie Ägypten und Syrien verkaufen und Security Firmen verdeckten Zugriff auf sie ermöglichen. Außerdem wüsste Facebook mehr über die User als ihre eigenen Familien. Ein Jeder wurde auf Facebook schon mal mit dem ein oder anderen Quiz konfrontiert. Selbst diese Ergebnisse werden von dem Social-Network gespeichert. Anonymous gibt an, dass sie für die freie Wahl, Möglichkeit der absoluten Einverständniserklärung und Kontrolle der Benutzung von privaten Userdaten kämpfen wollen.Am 5. November soll „Operation Facebook“ durchgeführt werden. Das Datum hat eine besondere Bedeutung für Anonymous. An diesem Tag wurde der Anarchist Guy Fawkes1606 hingerichtet. (vollständiger Artikel: hier)         

 

Farmen unter Schutz: Die Biene ist Mächtiger als der Elefant.
In Kenia haben sich Elefanten seit beginn der 90er Jahre wieder kräftig vermehrt. Für sie sind die grünen Felder der kenianischen Farmer ein attraktives und leicht zu plünderndes Buffet. Jetzt hat ein Team von der Oxford Universität eine neue Lösung gegen das Elefantenproblem erfolgreich erprobt: Bienen. Das Team hatte 149 Bienenstöcke im Wert von rund 2400 Euro, entlang eines 1700 Meter langen Zauns an Drähte gehängt. Die Ergebnisse waren positiv. Von 45 Versuchen von Elefanten an die Felder zu gelangen, waren 13 Gruppen umgekehrt, als sie mit dem Bienenzaun konfrontiert wurden. 32 waren erfolgreich weil die Elefanten den Weg durch die Dornenhecken suchten, um an das Grün zu gelangen. Lediglich ein Elefantenbulle brach durch den Bienenzaun. (vollständiger Artikel: hier)

China erkauft sich über die Hälfte der Ölproduktion von Ecuador
Ecuador brauch dringend Geld. Von dem Internationalen Währungsfonds möchte Staatspräsident Rafael Correa kein Kredit aufnehmen weil dieser mit strengen Sparmaßnahmen einher gehen würde. China, hingegen, hat ein für Correa attraktiveres Kreditangebot gemacht. Die Volksrepublik hat Ecuador einen Kredit von zwei Milliarden US-Dollar mit einem Zinssatz von 6,9% bewilligt. Im Gegenzug hat Ecuador zugestimmt 52% seiner Ölproduktion nach China zu exportieren. Zuvor wurden bis zu 75% des Öls an die USA geliefert, wovon das Land Correa zufolge nicht viel hatte. Das südamerikanische Land ist das zweitärmste des Kontinents und hat in den letzten zehn Jahren schwere wirtschaftliche Zeiten durchlebt. Jetzt erwartet die Regierung ein Wachstum von 4,2 Prozent in den Jahren 2011 und 2012. In diesem und nächsten Jahr muss das Land jedoch wegen des Kredits drei Milliarden US-Dollar an China zurückzahlen. Neue Ölborungen in Ecuador sind weltweit umstritten. (Vollständiger Artikel: hier)
 

Eon wird mit Radikalumbau konkreter – Entscheidungen bis Herbst
Anfang August waren die ersten Pläne für einen Radikalumbau des größten deutschen Energiekonzerns Eon in die Medien gelangt. Die vier großen deutschen Energieversorger Eon, RWE, Vattenfall und EnBW, die zusammen bislang rund 80% des deutschen Marktes beherrschen, müssen sich aus ihrer bequemen Oligopolstellung verabschieden. Dies wird mit einer Arbeitsplatzverlagerung hin zu dezentral organisierten mittelständischen und kommunalen Unternehmen, die an der Stelle der Großen wachsen und Stellen schaffen werden, einhergehen.Der tiefgreifende Konzernumbau bei Eon war schon angekündigt worden. Ziel ist es, die Konzernkosten in den kommenden Jahren um 1,5 Milliarden Euro zu senken. Konkret ist bislang nur, dass weltweit bis zu 11.000 der 85.000 Stellen gestrichen werden sollen. Besonders betroffen ist hier der Verwaltungsbereich. Eon hat 2010 einen Umsatz von 94,8 Milliarden Euro realisiert, Das operative Ergebnis lag bei 11,2 Milliarden, der Gewinn nach Steuern bei 7,1 Milliarden. (vollständiger Artikel: hier)

USA bis 2013 mit Nullzinspolitik – zwei weitere Jahre billiges Geld
Die US-Notenbank Federal Reserve hat entschieden, angesichts eines drohenden Rückfalls der US-Wirtschaft in eine Rezession den Leitzinssatz für zwei weitere Jahre bei Nahe Null zu lassen (0-0,25%). Damit wird die Politik des billigen Geldes bis 2013 fortgesetzt und die Finanzmärkte mit neuen Milliardensummen geflutet. Als nächster Schritt müsste daher die unter anderem von dem französischen Präsidenten Sarkozy im Rahmen seines derzeitigen G8-Vorsitzes angekündigten Maßnahmen gegen die ausufernde Spekulation an den Finanzmärkten folgen, da sonst das Regulativ des Preises bedroht wird. 2008 hatte sich innerhalb eines Jahres nach Informationen des WDR die Spekulationssumme um 600% vervielfacht . Grund war die spekulative Flucht von Milliardensummen aus den Finanzmärkten im Vorfeld der Finanzkrise hinein in die Rohstoffmärkte, in denen sie eigentlich nichts zu suchen haben. (vollständiger Artikel: hier).

Durchbruch bei kompakten Kläranlagen im Containerformat
Das einstige Start-Up-Unternehmen Epuramat (Luxemburg) sieht sich vor dem Durchbruch mit seinen kompakten und energiesparenden Kläranlagen im Containerformat. Die Anlagen lassen sich innerhalb weniger Tage installieren und benötigen, ausreichend für eine Bevölkerungsgruppe von 300 Personen, lediglich sieben Kilowatt Strom. Das Potenzial ist besonders für dünn besiedelte Gebiete enorm, aber auch bei schlecht ausgebauten Infrastrukturen wie beispielsweise in Indien. Ein bedeutendes Zukunftsfeld sieht Epuramat auch in der Reinigung von Wasser, das mit Erdöl verschmutzt ist. (vollständiger Artikel: hier).

Fukushima-Betreiber Tepco mit 5,2 Mrd. Euro Verlust im zweiten Quartal
Die Folgen der Atomkatastrophe im japanischen AKW Fuskushima-1 haben erwartungsgemäß zu einem Milliardenverlust für den Betreiber Tepco (Tokyo Electric Power) geführt. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal 2011 einen Nettoverlust von 5,2 Milliarden Euro (572 Milliarden Yen). 105 Milliarden Yen (955 Millionen Euro) wurden für die Stabilisierung der Lage an den havarierten Atommeilern aufgewendet. Vergangene Woche hatte das japanische Parlament einen Rettungsplan für den Betreiber Tepco verabschiedet, wonach der Steuerzahler sowie andere Versorger des Landes finanziell an den Kosten des Wiederaufbaus beteiligt werden. (vollständiger Artikel: hier).

Warum Rating-Agenturen die globalen Finanzmärkte erschüttern können
Thomas Schürpf hat in der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) eine detaillierte Analyse über Macht, Aufstieg und Grenzen der drei großen Ratingagenturen aufgezeigt. Den lesenswerten Artikel finden Sie hier.

Chinas erster Flugzeugträger zur Testfahrt ausgelaufen
Flugzeugträger sind strategische Waffen par excellence. China, obwohl mit den weltweit zweitgrößten Rüstungsausgaben direkt hinter den USA , verfügt bislang noch über keinen einzigen Flugzeugträger aus eigener Produktion. 1998 wurde aus ukrainischen Beständen für den Spotpreis von nur 25 Millionen Dollar der seit Sowjetzeiten unvollendet gebliebene russisch-ukrainische Flugzeugträger „Warjag“ in den chinesischen Hafen Dalian geschleppt – eine militärische Nutzung war vertraglich verboten worden. Im Dezember 2010 wurden jedoch Gerüchte laut, China wolle den Flugzeugträger nun doch modernisieren, umrüsten und fertigstellen, um ihn der chinesischen Kriegsmarine zulaufen zu lassen. Experten gehen davon aus, dass aufgrund der noch mangelnden Schlagkraft der Träger in erster Linie Übungs- und Ausbildungszwecken dient, bis China in einigen Jahren die ersten Flugzeugträger aus eigener Produktion samt Begleitschiffen in Dienst stellen kann. Die Anreiner Betrachten diese Entwicklung mit Sorge. (vollständiger Artikel: hier).

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