Management

Innovative Personalpolitik – Verständnis steigert Umsatz

Firmen, die ihre Mitarbeiter hierarchieübergreifend in Abläufe einbinden und ihre Ideen systematisch nutzen, sind in der Regel erfolgreicher und innovativer als andere Betriebe.

Die Hesse GmbH und Co. KG aus Hamm ist nicht nur innovativ bei der Herstellung von Beizen und Lacken, sondern widmet sich auch in besonderer Form ihren 450 Mitarbeitern: Als VITNESS-Pilotbetrieb schafften die Beschäftigten und Führungskräfte mithilfe eines Qualitätsmanagementsystems ein Arbeitsumfeld, das es ihnen ermöglicht, sich ganz auf ihre Ziele und Ergebnisse zu konzentrieren – statt auf ständige Abstimmungsprozesse. Nebenbei steigerte sich so das Verständnis für die Mitarbeiter in anderen Unternehmensbereichen.

Damit hat die mittelständische Firma die Ziele von VITNESS erreicht; die Abkürzung steht für „Veränderungsbereitschaft und interne sowie externe Flexibilität mit nachhaltigen EFQMplus-Konzepten stabilisieren und strategisch in den Geschäftsprozessen implementieren“.

Das vom Bundesbildungsministerium geförderte Projekt wird vom Fraunhofer ISI geleitet; das Institut der deutschen Wirtschaft Köln ist Projektpartner und hat Unternehmen nach ihren Flexibilitäts- und Stabilitätskonzepten befragt. Ein Ergebnis: Betriebe, die auf innovatives Personalmanagement setzen, sind oft innovativer und erfolgreicher als der Durchschnitt :

– Leistungsorientierte Vergütungsformen. Rund die Hälfte aller Unternehmen nutzt dieses Instrument der Mitarbeiterbindung – bei den wirtschaftlich sehr erfolgreichen Firmen sind es sogar fast 66 Prozent.

– Qualitätsmanagementsysteme. Rund die Hälfte aller Firmen in Deutschland setzt sie ein. Viele Betriebe verwenden das EFQM Excellence Modell, darunter auch die VITNESS-Pilotfirma Hesse. EFQM bewertet, wie effizient ein Unternehmen seine Strategie auf die Kundenbedürfnisse ausrichtet.

Vor allem in Familienbetrieben spielt die Qualität der eigenen Produkte eine größere Rolle als ein güns­tiger Preis, sagt das Fraunhofer ISI. Fast die Hälfte aller Familienbetriebe hält die Qualitätsführerschaft für ausschlaggebend. Auch besonders innovative oder technologisch anspruchsvolle Produkte sowie die Einhaltung kurzer Lieferzeiten sind ihnen wichtiger, als die Konkurrenz im Preis unterbieten zu können.

(Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln)

 

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