Wirtschaft

Insolvente Manroland dürfte als produzierendes Unternehmen erhalten bleiben

Am 25. November hat das Augsburger Traditionsunternehmen Manroland Insolvenz anmelden müssen – die Verhandlungen mit einem Schweizer Investor waren gescheitert, weil die bisherigen Mehrheitseigner Allianz (65%) und MAN (35%) sich geweigert hatten, weiteres Geld hinterher zu schießen. Mit 6.500 Beschäftigten in Augsburg (Bayern), Offenbach (Hessen) und Plauen (Sachsen) ist Manroland weltweit die Nummer drei der Druckmaschinen-Branche, die Nummer Eins ist die Heidelberger Druck. Die Branche ist durch die digitalen Revolution zunehmend unter Druck geraten – der Weltmarkt ist um 50% eingebrochen. Ursprünglich wollte das Unternehmen eine Strategie mit alternativen Produkten entwickeln, um sich zu diversifizieren, wurde allerdings zwischenzeitlich von der Geschwindigkeit und dem Ausmaß der Krise 2009 überrollt.

Insolvenzverwalter Jürgen Schneider hat sich nun auf der ersten Betriebsversammlung seit dem Insolvenzantrag sehr optimistisch gezeigt. Er nannte zwar keine konkreten Investoren, zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass Manroland als produzierendes Unternehmen erhalten bleibe – wenn auch vielleicht nicht in der gegenwärtigen Dimension. Optimistisch ist Schneider besonders für das Rollendruckgeschäft in Augsburg. Ein Interessent wolle das Unternehmen mit allen Werken sogar im Ganzen übernehmen. Die Angebote werden gegenwärtig geprüft und analysiert. Bis Ende Januar zahlt die Arbeitsagentur noch das Insolvenzgeld.
 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.