Technologie

Intelligente Häuser: Das Plus-Energie-Haus

Schon seit 2008 läuft das Projekt „Intelligente Gebäude Energie Systeme (IGES)“, dass von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Stadtwerke Wolfenbüttel, Sowiwas Handels GmbH sowie die De Montfort University Leicester in Großbritannien ins Leben gerufen wurde. Damals gab es noch keine großen Diskussionen über den Ausbau des Energienetztes, Energiespeicherung oder über die künftigen „Smart-Grids“. Jetzt wurden zum ersten Mal Ergebnisse vorgelegt. „Als wir 2008 damit anfingen war noch nicht abzusehen, dass das Thema Stromspeicher und „Smart Grid“ eine derartige Aktualität, insbesondere durch den kürzlich beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie erlangen würde“, so Dekan Prof. Dr. Jürgen Kuck.

Das Ziel war, ein Haus zu bauen, dass einen aktiven Energieaustausch in beide Richtungen durchführen kann. Die schwankende Energieerzeugung der Erneuerbaren soll durch neue Energiespeichersysteme ausgeglichen werden. Überschüssige Energie wird in dem innovativen Energiespeicher Wasserstoff umgewandelt. Später kann dieser in Brennstoffzellen wieder in Strom umgewandelt werden wenn der erzeugte Strom nicht ausreicht. Außerdem soll das Haus in der Lage sein, als Netzknoten zu fungieren, der entweder benötigten Strom an das Netz abgibt oder bei Bedarf Strom aus dem Netz zieht. Auf diese Weise könnte es möglich sein, das Haus über bestimmte Zeitbereiche energieautark zu machen. Ausgeklügelte Computersysteme würden den intelligenten Energieaustausch zwischen dem Netz und dem Gebäude automatisieren. Das Projekt soll positiv verlaufen sein und hätte eine perfekte Grundlage für zukünftige Projekte geschaffen. Ein Nachfolgeprojekt soll nun in einem Energiepark dieses Prinzip verwirklichen und mittels eines Redox-Flow-Speichers, der elektronische Energie in chemische umwandelt, das Plusenergiehaus geschaffen werden. Ein Haus, dass mehr Energie produziert als es selbst verbraucht. Die Wissenschaftler denken auch, dass der aus der überschüssigen Energie gewonnene Wasserstoff als Treibstoff in Elektroautos verwendet werden könnte.

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