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Interview mit Monika Steffel, S.M.ART – Die Kunstagentur

1. Welche berufliche Tätigkeit üben Sie aus und in welchen Bereichen sind Sie Exerptin?

Als Kunstagentin sind meine Tätigkeiten mannigfaltig. Primär vermarkte ich Kunstwerke meiner Künstler, dass sind Bilder, Skulpturen, Fotografien, Glasobjekte.

Für die Präsenz im Kunstmarkt zu sorgen und die passenden Ausstellungsorte zu finden, Vernissagen und Kunstmessen zu organisieren sind dabei die Haupttätigkeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Beratung von Unternehmen, wie sie mittels Kunst ihre Philosophie, Dienstleistung oder Produkte noch stärker und sichtbar und fühlbarer machen.

Mit Farben, Formen und unserer Phantasie werden die Emotionen des Betrachters und somit der Kunden geweckt.

Unterbewusst nimmt jeder einzelne Mensch die Wirkung der Farben und Formen auf. Die Verknüpfung Kunst und Marketing im Sinne der Außendarstellung ist dabei ein wunderbarer Effekt, den die Unternehmen nutzen können.

Mit Vorträge wie „Die Farben und ihre Wirkung“ oder „Kunst – Marketing und Kommunikation“ gebe ich Impulse, wie Unternehmen die Farben und die Kunst für sich einsetzen können.

 

2. Wie sieht Ihr typischer Tagesablauf aus und was reizt Sie an Ihrer Tätigkeit?

Einen festen Tagesablauf habe ich selten. Da beide Seiten – Unternehmer und Künstler – Kunden von mir sind, plane ich den Tag so, wie sich mein Klientel Zeit verschaffen kann. Für die Akquise nutze ich meist den Vormittag, da sind viele Kunden erreichbar. Die Künstler sind besser gen mittags bis zum Abend am besten zu erreichen. Ausstellungen und Vernissagen zu organisieren und dann auch umzusetzen sind laufende Tätigkeiten, die in den Tag einfließen.

Ein wesentlicher Teil der Akquise ist der persönliche Kontakt. Kunst ist eine „emotionale Ware“. Keine Massenware, sehr individuell und persönlich im Geschmack. Deshalb haben Businesstreffs (Businessfrühstück, Vorträge und Veranstaltungen) einen neuen Stellenwert bei mir gefunden.
Am Sonntagabend bereite ich mich meist auf die Termine für die kommende Woche vor und erledige die Büroorganisation.

 

3. Was schätzen Ihre Kunden an Ihnen? Und sehen Sie dies genauso?

Kunst ist Emotion und dies heißt Sensibilität an den Tag legen, zwischen den Zeilen zu hören, eine verständliche Wortwahl zu treffen und die Befindlichkeiten des einzelnen herauszufiltern. Empathie ist eine Stärke von mir.

Meine Kunden (Künstler und Unternehmer) können nachvollziehen, wie ich den gesamten Prozess abwickle. Bei Klärungen gehe ich die Themen an und gebe sobald als Feedback.

Die Kommunikation hat hierbei einen hohen Stellenwert, wie der Stand ist und wie vorzugehen ist. Alles zusammen schafft die Basis für eine langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

4. Woran denken Sie bei den Worten „kurzfristiger Erfolg“ versus „Nachhaltigkeit“?

Kurzfristige Erfolge sind im Kunstmanagement falsch platziert. Gerade bei der Kunst kann nur mit der Nachhaltigkeit gearbeitet werden. Kunst, wenn auch zeitgenössisch, wird nur durch die Dauer der Präsenz wahrgenommen. Dies ist wie mit den Unternehmen, hört man immer wieder Gutes von einem Produkt oder einer des Unternehmens, dann setzt sich dies auch in den Köpfen der Kunden oder Interessenten.

 

5. Was sind Ihre eigenen Werte und wie setzen Sie diese im Geschäftsleben um?

Loyalität, ist ein Wert, der sehr wichtig ist.

Die Interessen des anderen zu teilen und zu vertreten bzw. diese auch dann zu vertreten, wenn man sie nicht immer im Vollumfänglichen teilt.

Intuition, meine Begabung, auf Anhieb eine gute Entscheidung treffen zu können, ohne die zugrunde liegenden Zusammenhänge explizit zu verstehen. Wenn mein „Bauchgefühl", spontan ja sagt, auch wenn die eine (oder andere) Entscheidung vorliegt.

Effektivität, welchen Anspruch ich an die Qualität der Zielerreichung habe und dies auch umsetze. Unterscheidung, wo ich welche Künstler/Kunst anbiete oder einsetze.

Kooperation, das Zusammenwirken mit Geschäftspartner liegt nah, da für alle Beteiligten häufig davon profitieren. Mir geht es dabei immer um den partnerschaftlichen Aspekt, dass zu einer nachhaltigen Geschäftsbeziehung führt.

 

6. In welchem Unternehmen würden Sie gerne mal einen Tag arbeiten und warum?

Gute Frage, in die Kunst bin ich erst in den letzten Jahren hineingewachsen und es ist ein breites Spektrum. Meine Erfahrungen habe ich als Projektleiterin, Beraterin und Trainerin in verschiedenen Firmen und Branchen (Industrie, Mittelstand, IT, Maschinenbau, Dienstleistung/Beratung, Verkauf) gesammelt.

Wenn dann würde ich meine Erfahrungen im kreativen Umfeld bei Dali oder Hundertwasser sammeln wollen. Aber die sind tot … dennoch, diese Künstler haben eine neue für damals revolutionäre Kunst geschaffen.

Dies in der heutigen Zeit noch zu schaffen, mittels einer neue Maltechnik sich so ein Ansehen erarbeiten und in die Kunstgeschichte einzugehen. Den Betrachter so in Begeisterung zu versetzen, dass er sich mit meiner Kunst schmücken möchte.

 

7. Wie sieht Ihr ideales Unternehmen aus?

Ein Unternehmen in dem jeder Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum jede Position einnimmt und sich mit den Verantwortlichkeiten auseinandersetzt. Damit lernt jeder den anderen zu verstehen und sich in den gesamten Betrieb und Abhängigkeiten hineinzudenken. Dadurch wird die Effizienz und Effektivität gestärkt. Das unternehmerische Denken formt so einen verantwortlichen Mitarbeiter.

 

8. Welche Person ist Ihr Vorbild und warum?

Ghandi … er entwickelte ein Konzept und lebte es auch. Für seine und die Unabhängigkeit anderer, für die Wahrheit, ganz ohne Gewalt und mit Ethik, was in der damaligen Zeit sehr schwer war. Werte, die für mich in einem Zusammenleben und -arbeiten normal sind.

 

9. Wie sehen Ihre persönlichen Ziele für die nächsten drei Jahre aus?

– Eine eigene Galerie/Atelier in München.

– Die Präsenz auf dem Europäischen/weltweiten Kunstmarkt.

– Einen großen potentiellen Kundenkreis mit nachhaltigem Geschäft.

 

10. Erzählen Sie uns eine außergewöhnliche Erfahrung, die Sie geprägt hat.

Bei einem Segeltörn von Slowenien nach Malta über 14 Tage waren wir zu viert an Bord. Es hört sich nach Urlaub an, aber wenn man mal betrachtet, was alles dazugehört und einwirken kann …
Eine Yacht, die Planung, die Realität, das Wetter, das Wasser, die Technik, zwei Männer, zwei Frauen, die Bedürfnisse, die Befindlichkeiten …

Während des Törns waren verschiedene technische Defekte zu vermelden, was zu einem die Crew belastete, aber auf der anderen Seite auch unwahrscheinlich viel dazu betrug, sich mit sich selber und dem anderen auseinander zu setzen.

Gleich am ersten von fünf Sturmtagen war durch den starken Seegang eine Verstrebung im Bugbereich gebrochen, dies hatte zur Folge, dass der Wassertank am Einfüllstutzen ein Leck bekam. Dadurch hatten wir Wasser an Bord.

Des Weiteren fiel in den 14 Tagen des öfteren die Elektronik aus, was sich auch auf die Kompassbeleuchtung auswirkte und dies bei Dunkelheitseinbruch ab 17.00 Uhr. Ganz zu schweigen von dem Ausfall der Umwälzpumpe und damit keine Warmwasserversorgung an Bord.

 

Welche Erfahrung habe ich daraus gewonnen:

– Füge Dich der Natur(gewalt) und kämpfe nicht dagegen an. Wir benötigten nur mehr Zeit und schonten unsere bereits angeschlagenen Gemüter.

– Es kann keiner alles allein abdecken … Im Team, Hand in Hand zu arbeiten, ist besser als allein auf sich gestellt zu sein.

– Die eigenen Befindlichkeiten und die des anderen berücksichtigen.

– Die Eigenmotivation und den Glauben an sich selbst zu behalten.

– Wie abhängig der Mensch heute von der Technik ist und wie schnell Lösungen gefunden werden können Team.

– Wir sind nur ein Staubkörnchen in dem großen Universum. 

– Das Leben zu genießen als wäre jeder Tag dein letzter Tag.

– Unsere Vielzahl von Annehmlichkeiten zu schätzen wissen bzw. mit dem was man momentan hat. Der Proviant war vorhanden aber wir konnten nicht jeden Tag einkaufen gehen um frisches Brot zu holen oder jeden Tag fließendes, warmes Wasser.

 

11. Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Leben und leben lassen

 

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Zur Person: Monika Steffel, S.M.ART – Die Kunstagentur

 

Mit dem Grundgedanken visuell mit Kunst die Philosophie eines Unternehmens hervorzuheben, geht Monika Steffel einen neuen Weg im Bereich Kommunikation und Marketing.

Monika Steffel gibt als Kunstagentin gekonnt ihr Wissen an Ihre Kunden und Künstler weiter. Seit fast 30 Jahren ist sie erfolgreich im Beratung, Marketing, Training und Verkauf tätig. Mit dem Schwerpunkt „Kunst im Unternehmen“ möchte sie ihr Unternehmen nachhaltig beraten und begleiten.

Näheres finden Sie unter www.smart-die-kunstagentur.de.

 

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