Wirtschaft

Investoren misstrauen chinesischen Wirtschaftsdaten und entsenden Teams

Europa ringt mit den Finanzmärkten um seine Gemeinschaftswährung, die USA tun alles, um unauffällig im Hintergrund zu bleiben, damit ihr gigantischer Schuldenberg, das riesige Defizit und die schlechten Wirtschaftslage nicht in den Fokus geraten und die Weltkonjunktur kühlt allgemein ab. Die chinesische Wirtschaft hat derzeit jedoch ihre eigenen Probleme, die vor allem aus drei mit einander zusammenhängenden Teilproblemen bestehen: Ein kollabierendes Schattenbankensystem, eine überhitzte Immobilienblase und eine Kreditklemme für kleine und mittlere Unternehmen. Zudem gingen im November die Exporte sowie die Aufträge zurück, die Inflation blieb hoch und das Wirtschaftswachstum sank von 9,5% auf 9,1%, während der offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex PMI von 50,4 Zählern auf 49 Punkte fiel und somit unter die Marke von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert.

Nun zeigen sich auch die internationalen Investoren wegen der Lage in China alarmiert. Sie misstrauen den offiziellen und oft unvollständigen Wirtschaftsdaten aus Peking und entsenden nun mehr und mehr eigene Teams, um die realen Daten über die Wirtschaftslage vor Ort zu erheben. So urteilt auch die Emerging Sovereign Group: Man habe den „zunehmenden Verdacht, dass sich der nächste Akt der rollenden, weltweiten Schuldenkrise wahrscheinlich im Osten abspielen wird“. Entsprechend ist auch bereits ein Abnehmen der Auslandsinvestitionen in China zu verzeichnen. Die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) fielen im November um 9,8% auf 6,7 Milliarden Euro.
 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.