Wirtschaft

Irland begibt sich unter EU-Rettungsschirm – Börsen reagieren erfreut

Irland hat sich am gestrigen Sonntag dazu entschlossen, die Finanzhilfen der EU und des IWF, den Euro-Rettungsschirm, in Anspruch zu nehmen. Die Finanzhilfen (rund 80-90 Mrd. Euro) werden um bilaterale Kredite Großbritanniens und Schwedens ergänzt, die nicht Mitglied der Eurozone und somit nicht Mitglied des Euro-Rettungsschirmes sind. Lange war die Weigerung der durch die Rettung seiner Banken hochverschuldeten Insel damit begründet worden, die nationale Souveränität in Steuerfragen nicht aufgeben zu wollen. Irland verfügt mit 12,5% Unternehmenssteuern über den niedrigsten derartigen Steuersatz in Europa und wollte diesen Standortvorteil über die aktuelle Krise hinaus retten. Aufgrund der strengeren Auflagen im Gegenzug für die nun in Aussicht stehenden Finanzhilfen wird Irland jedoch nun an einer Steuererhöhung nicht mehr vorbei kommen. Die asiatischen Märkte reagierten erleichtert auf die Einigung, der Euro legte im Handel am Montagmorgen zu. Auch die G7 begrüßten die rasche Einigung. Damit seien Risiken entschärft und die Marktstabilität gewährleistet worden. Auch das ebenfalls krisengeschüttelte Portugal reagierte positiv. Portugal hatte aufgrund der Sogwirkung der Irlandkrise gleichfalls mit hohen Risikoaufschlägen kämpfen müssen.
 

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