Energie & Umwelt

Italien steigt aus dem Wiedereinstieg in die Atomkraft wieder aus

Italien hatte vor dem Eindruck der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 per Volksentscheid (80 Prozent Zustimmung) den Atomausstieg beschlossen und umgesetzt. Per Dekret hatte Regierungschef Berlusconi jedoch im Juli 2009 den Neubau von AKW angeordnet. 2013 hätte dann mit dem Bau des ersten Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) begonnen werden sollen. Nach dem GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima wurden die Pläne dann zunächst für ein Jahr ausgesetzt. Atomkraftgegner hatten allerdings für den 12. Juni ein Referendum erwirkt, um über den umstrittenen Wiedereinstieg abstimmen zu lassen. Da für die Volksbefragung ein deutliches Nein zur Atomkraft prognostiziert wird, hat die Regierung darauf nun im Vorfeld reagiert und eine Gesetzesänderung vorgelegt, mit der die Vorbereitungen und die Suche nach Standorten für neue AKWs gestoppt werden soll. Damit würde der Wiedereinstieg endgültig auf Eis gelegt werden.
 

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