Management

ITK-Trends – Interview mit Andreas Geßner, Geßner Elektro- und Datentechnik AG

Im Vorfeld des 56. Roundtable des MUK-IT, der unter dem Titel “Gemeinsamer Blick in die nahe IT-Zukunft” steht, wurden ausgewiesene Experten und Praktiker über deren Einschätzungen zu den anstehenden ITK-Trends und deren Umgang mit diesen befragt.

Das erste Interview dieser Reihe wurde mit Andreas Geßner, Vorstand und Inhaber der Geßner Elektro- und Datentechnik AG (GEDAG), geführt.


1. Bitte stellen Sie sich kurz vor!

Mein Name ist Andreas Geßner. Ich bin Vorstand und Inhaber der Geßner Elektro- und Datentechnik AG (GEDAG). Wir sind ein IT-Infrastrukturdienstleister im Microsoft-Umfeld mit ca. 10 Angestellten in Taufkirchen, Landkreis München.

2. Vor welchen Herausforderungen stehen die Unternehmen in den nächsten 12 Monaten?

Vergangenen Montag haben wir unseren 7 Milliardsten Erdenbürger empfangen. In Hinblick auf eine ressourcenschonende Versorgung dieser wachsenden Menge an Menschen müssen wir effiziente Arbeit leisten. Dies kann nur geschehen, wenn uns eine möglichst weltweit flächendeckende Bildung aller Menschen gelingt. Bis dahin ist noch ein weiter Weg und eben deshalb müssen jene Menschen, die bereits eine hochwertigen Bildung genossen haben, diese Effizienz an den Tag legen.

3. Welche ITK-Trends sehen Sie für 2012 als maßgebliche Treiber? Nennen Sie bitte max. drei Entwicklungen und erläutern Sie diese kurz!

Die IT bietet eine Möglichkeit der Kommunikation, selbst 20 Milliarden Menschen miteinander zu vernetzen. Die sozialen Netzwerke, (Internet-)Telefonie und andere Dienste (z. B. Cloud) im Internet, werden die Welt der Zukunft prägen. Die besten Beispiele sind die aktuellen Entwicklungen in Nordafrika.

4. Inwieweit sind diese ausgereift und können von Unternehmen heute schon eingesetzt werden?

Mehr Menschen brauchen überproportional mehr Kommunikationsverbindungen. Ein Beispiel: 2 Menschen brauchen eine Verbindung, um miteinander zu kommunizieren. 3 Menschen brauchen schon 3 Verbindungen, 4 Menschen brauchen schon 6 Verbindungen und so weiter. Gewiss werden nicht alle 7 Milliarden Menschen miteinander kommunizieren. Aber 7 Milliarden Menschen brauchen eben wesentlich mehr als doppelt so viele Verbindungen wie 3,5 Milliarden Menschen. Die technischen Mittel dazu sind da. Wir brauchen sie nur noch zu nutzen. Trotzdem müssen diese Technologien konsequent verbessert und weiterentwickelt werden um mit dem Weltwachstum mitzuhalten. Dabei darf der Einsatz der Technik selbst nicht mehr Ressourcen verbrauchen als wir ohne sie bräuchten.

5. In welchen Bereichen müssen auf Anbieter-/Dienstleisterseite noch Hausaufgaben gemacht werden?

Alle müssen weiterhin Hausaufgaben machen. Keiner kann sich auf seinen Lorbeeren ausruhen. Die sozialen Netzwerke müssen z. B. ihre Datenschutzrichtlinien ausfeilen, die Cloud-Anbieter müssen permanent an Ihren Sicherheitsmechanismen arbeiten.

 

6. Wie offen sind Sie bzw. Ihr Unternehmen für neue ITK-Trends? Und spielen diese bei Ihnen eine zentrale Rolle?

Wir sind naturgemäß sehr offen für neue Trends. Man muss jedoch sorgfältig auswählen, ob man jeden Hype mit nimmt oder man nur auf ausgewählte Züge aufspringt, damit man sich nicht verzettelt. Blasen sollte man früh erkennen, um nicht zu viel Zeit und Geld darin zu versenken.

7. Wie gehen Sie mit neuen ITK-Trends in Ihrem Unternehmen um?

Trends, welche uns sinnvoll erscheinen, müssen im Unternehmen gelebt werden, um mitreden zu können und um die daraus resultierenden Technologien unseren Kunden anzubieten.

8. Wie bewerten Sie neue ITK-Trends? Wie gehen Sie dabei konkret vor?

Wir beobachten Trends sehr sorgfältig und versuchen diese so schnell wie möglich zu verstehen. Noch besser ist es, als Trendsetter mitzuwirken, sofern man die Gelegenheit dazu hat.

9. Was sollten Unternehmen bei der Umsetzung neuer ITK-Trends unbedingt beachten?

Ich kenne noch viele mittelständische Unternehmen, die die modernen Kommunikationsmittel praktisch nicht nutzen. Um keinen Wettbewerbsnachteil zu erlangen, sollten wir diese Unternehmen sorgsam an die neuen Medien heranführen und sie dabei unterstützen, diese zu verstehen und in ihren Unternehmen einzuführen.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Das Interview führte Lutz Steffen (MUK-IT) und Oliver Foitzik (FOMACO / AGITANO).

 

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