Panorama

IWF-Chef und aussichtsreicher nächster FRA-Präsident festgenommen

Es ist, als ob man eine Schachfigur vom Spielbrett nimmt. Dominique Strauss-Kahn ist derzeit Chef des Internationalen Währungsfonds und aussichtsreichster Herausforderer des amtierenden Präsidenten Sarkozy in den französischen Präsidentschaftswahlen 2012. Nach einem angeblich versuchten sexuellen Übergriff auf eine 32-jährige Hotelangestellte in New York wurde der 62-jährige IWF-Chef am Flughafen festgenommen. Da von solchen Vorfällen, auch wenn die Anklage einer versuchten Vergewaltigung fallen gelassen werden sollte, etwas an der Person haften bleiben, dürfte der französischen Linken damit ihr aussichtsreicher Präsidentschaftskandidat aus dem Rennen genommen worden sein. Strauss-Kahn stand schon mehrmals wegen ähnlicher Vorwürfe im Rampenlicht: 2008 wurde die Affäre Strauss-Kahns mit einer Mitarbeiterin, der ungarischen Ökonomin Piroska Nagy, bekannt. Sie musste ihren Schreibtisch räumen und sprach dann später von Nötigung. Aggressiv von Strauss-Kahn bedrängt sahen sich auch die heutige Sprecherin der sozialistischen Parlamentsfraktion, Aurélie Filippetti, und die Schriftstellerin Tristane Banon. Die Frontfrau des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, sprach von einem „leicht pathologischen Verhalten von Herrn Strauss-Kahn gegenüber den Frauen“. Auch Präsident Sarkozy habe den bekannten Schwerenöter Strauss-Kahn bereits gewarnt , als IWF-Chef nie mehr allein mit einer Frau in einem Fahrstuhl zu fahren.

 

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