Wirtschaft

IWF: World Economic Outlook 2011

Der Internationale Währungsfonds IWF hat seinen jährlichen Weltwirtschaftsausblick (World Economic Outlook) vorgestellt. Demnach wird die globale Wirtschaftsleistung in diesem und im nächsten Jahr um rund 4,5 Prozent zulegen – allerdings sehr ungleichmäßig: Die Industrieländer werden dürften im Schnitt um 2,5 Prozent zulegen (gleiches wird für Deutschland prognostiziert – hier zu Lande geht man indes von 2,8 Prozent aus), während für die Schwellenländer mit einem Wachstum von 6,5 Prozent gerechnet wird.
Die Krise habe in vielen Ländern zu einem dramatischen Verfall der Staatsfinanzen geführt, nun seien die Staaten gezwungen, ihre Haushalte zu konsolidieren. „Die Ratschläge, die wir den Industrieländern geben, sind deshalb die alten Ratschläge: Das Bankensystem muss krisenfester gemacht werden und die Haushaltskonsolidierung muss ausgewogen vorgenommen werden.“ Sie dürfe aber nicht zu schnell erfolgen, weil das wachstumshemmend wirke, aber auch nicht zu langsam, weil das die Glaubwürdigkeit untergrabe. „Die Bankenregulierung und -überwachung muss verbessert werden, vor allem in Europa. Und es müssen weiterhin Reformen in Angriff genommen werden, die das Wachstumspotenzial stärken können.“ Die Herausforderung für die Schwellenländer sei hingegen eine andere: „Sie müssen eine Überhitzung ihrer Wirtschaft vermeiden und hohe Kapitalzuflüsse verkraften.“ Deshalb empfiehlt der IWF den betroffenen Schwellenländern, zeitweise Kapitalkontrollen zu erwägen und sich nicht mit aller Kraft gegen eine Aufwertung ihrer Währungen zu stemmen.
 

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