Wirtschaft

Japanische Autoindustrie mit massiven Einbrüchen

Der weltgrößte Autobauer Toyota ist von den Nachfolgen der Naturkatastrophe vom 11. März noch schwer getroffen. Die heimische Produktion in Japan sank im April um 78,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 53.823 Autos. Der Produktionsrückgang weltweit betrug 47,8 Prozent auf 308.555 Einheiten. Toyota rechnet damit, dass die Produktion in Japan erst im November, Dezember wieder die volle Auslastung erreicht. Grund sind Schäden an den eigenen Werken sowie schadensbedingte Ausfälle in der Zulieferkette. Ab Juni 2011 könne jedoch voraussichtlich in Japan und auch in den USA wieder mit 70 Prozent Auslastung produziert werden. Toyota Motor Europe wird hingegen schneller als erwartet auf das volle Produktionsniveau zurückkehren. Bereits zum 1. Juni 2011 sollen die europäischen Konzerntöchter wieder ihre volle Produktion aufnehmen. Toyotas Führungsposition ist jedoch auch auf anderem Gebiet gefährdet: Laut der Studie „Automotive Innovations 2011“ des Center of Automotive Managements in Bergisch Gladbach stürzte der Branchenprimus bei den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in 2010 von Platz zwei auf Rang acht ab. Stefan Bratzel, Professor für Automobilwirtschaft folgert: „Toyota droht den Wettbewerbsvorteil zu verschenken.“ Der japanische Konkurrent Honda hat ebenfalls unter den Auswirkungen der Erdbebenkatastrophe mit einem massiven Produktionsrückgang zu kämpfen: Die heimische Produktion sank um 81 Prozent auf 14.168 Autos. Weltweit ging die Zahl um 52,9 Prozent auf 138.498 Einheiten zurück. Nissan wurde etwas weniger hart getroffen: Die Produktion in Japan ging um 48,7 Prozent auf 44.193 Wagen zurück, weltweit um 22,4 Prozent auf 248.024 Autos.

 

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