Energie & Umwelt

Japanisches Militär beginnt mit der Dekontaminierung von Fukushima

900 japanische Soldaten haben mit Dekontaminierungsarbeiten in der 20-Kilometer-Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima begonnen. Zunächst sollen an vier Orten in der Provinz öffentliche Gebäude gesäubert werden, die dann als Stützpunkte für eine großangelegte Dekontaminierung des Gebiets ab Januar 2012 dienen sollen.

Am Montag war es erneut zu einem Leck in dem AKW Fukushima gekommen. Aus einem Riss in einem Gebäude seien bis zu 300 Liter radioaktiv belastetes Wasser ausgelaufen. Nach vier Stunden konnte das Leck gestopft werden. Ob kontaminiertes Wasser ins Meer gelangt ist war zunächst noch unklar. Die japanischen Pläne sehen vor, die beschädigten Atomreaktoren bis zum Ende des Jahres unter Kontrolle zu bringen.

Der AKW-Betreiber Tepco hat bereits eine Art Zelt über den zerstörten Reaktor 1 gestülpt, um die Abgabe von Radioaktivität in die Atmosphäre zu unterbinden. Ähnliche Konstruktionen werden derzeit auch für die Reaktoren 2 und 3 vorbereitet. Laut Tepco könnten die Reaktoren noch im Dezember abgeschaltet werden („cold shutdwon“). Die Temperatur der Brennstäbe würde dann dauerhaft unter 100 Grad Celsius liegen und das Kühlwasser würde nicht länger erhitzt werden. Dennoch dürfte es noch Jahre dauern, bis man das Innere der Reaktoren genauer untersuchen kann. Erst in rund zehn Jahren könnten dann die Brennelemente entfernt werden. Die gesamte Stilllegung des AKW wird wohl rund 30 Jahre in Anspruch nehmen.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.