Wirtschaft

„Jobwunder“: Arbeitslosenzahlen sinken auf niedrigsten Stand seit 1992

Die Arbeitslosenzahl in Deutschland wird nach neuesten Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in 2011 mit durchschnittlich 2,96 Mio. Menschen auf den niedrigsten Stand seit 1992 fallen. Die Zahl der Menschen mit Arbeit steigt demnach auf 40,63 Mio., den höchsten Wert im vereinigten Deutschland. Für 2010 wird ein durchschnittlicher Wert von 3,24 Mio. Arbeitslosen erwartet. Dank des Rettungsschirms für Arbeitsplätze und der Kurzarbeiterregelung hat sich der wirtschaftliche Einbruch durch die Finanzkrise weniger stark auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt als zunächst befürchtet. Kritiker hatten zu diesem Zeitpunkt noch eingewendet, die Kurzarbeiterregelung würde die Dynamik und die Strukturanpassung der deutschen Wirtschaft beeinträchtigen und auf die USA verwiesen, wo im Zuge der Krise Millionen Arbeitskräfte entlassen wurden. Die nun vorliegenden starken Zahlen lassen indes auch auf ein Anziehen des Binnenmarktes hoffen. So äußerte auch Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP), dass die sinkende Arbeitslosigkeit den Aufschwung ankurble: "Das deutsche Jobwunder löst Hunderttausende persönliche Konjunkturprogramme aus. Das ist besser als jedes staatliche Konjunkturprogramm Nummer 3, 4, 5 oder 6." In Bayern und Baden-Württemberg herrsche quasi wieder Vollbeschäftigung. Die Opposition fordert nun, dass die Konjunkturerholung auch tatsächlich bei allen Menschen ankommt, damit die Kaufkraft und dadurch die Binnennachfrage wächst. Die erste Voraussetzung hierfür sei ein Mindestlohn. BWM Brüderle prognostiziert ein Wachstum von deutlich mehr als 2,5%, der Bundesverband deutscher Banken (BdB) rechnet mit einem Plus von 3,3%. Die SPD erinnerte daran, dass für diese rasche Erholung die Konjunkturpakete und die Reform der Kurzarbeit durch die große Koalition verantwortlich sind. Die FDP habe mit dem Aufschwung nichts zu tun.

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